„Herne fällt wohl nicht unter die Mietpreisbremse“

Die Mietpreisbremse wird kommen. Der zentrale Punkt. In besonders ausgewiesenen Gebieten darf die Miete nach einem Mieterwechsel höchstens auf zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau steigen, das im Mietspiegel festgelegt ist. Die WAZ sprach mit Tanja Falke vom Mieterverein über die Frage, ob Herne ein Kandidat ist.

1 Wird auch in Herne in Zukunft die Mietpreis gezogen?

Ich würde es mir wünschen, ich vermute aber, dass Herne nicht unter die Bremse fällt.

2 Welche Gründe haben können Sie für beide Aspekte nennen?

Ich wünsche es mir, weil bei Neu Vermietungen der Mietspiegel sehr oft um mehr als zehn Prozent überschritten wird. Das gilt insbesondere für nachgefragte Wohnungen für Familien, also ab 80 Quadratmeter in ansprechenden Lagen. Ich glaube aber, dass Herne nicht die Bremse bekommet, weil der Wohnungsmarkt insgesamt nicht so angespannt ist wie in den großen Städten mit Universitäten, wo Wohnraum unheimlich knapp ist.

3 In Herne muss doch der Markt entspannt sein. Sehr vielen Angeboten stehen nur sehr wenige Gesuche gegenüber.

Das Problem ist, dass bei den Angeboten sehr oft Wohnungen dabei sind, die nicht mehr die erforderliche Qualität und eine schlechte Ausstattung aufweisen. Das Kunststück besteht auch in Herne darin, guten Wohnraum zu bezahlbaren Preisen zu finden.

 
 

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