Heilsarmee feierte 125. Geburtstag

Daniele Giustolisi
Die Heilsarmee in Herne feierte den 125. Geburtstag der Freikirche in Deutschland. Auch Bürgermeister Ingo Bontempi (weißes Hemd) schaute vorbei. Mit im Bild: Heilsarmee-Chefin  Doris Trawny-Uitzthun (3.v.r.). Foto: Winfried Labus / FotoPool
Die Heilsarmee in Herne feierte den 125. Geburtstag der Freikirche in Deutschland. Auch Bürgermeister Ingo Bontempi (weißes Hemd) schaute vorbei. Mit im Bild: Heilsarmee-Chefin Doris Trawny-Uitzthun (3.v.r.). Foto: Winfried Labus / FotoPool
Foto: Winfried Labus / FotoPool

Herne. Ihren 125. Geburtstag feiert die Heilsarmee in diesem Jahr in Deutschland. Auch in Herne wurde nun eine große Torte angeschnitten.

In England wurde die „Salvation Armee“ bereits 1865 gegründet. Wer bei dem Namen an Soldaten denkt, der liegt daneben: Soziales Engagement ist die Kern-Tugend der christlichen Freikirche, die auch in Herne von einer kleinen Gemeinde vertreten wird. Vor Ort gibt’s die Heilsarmee seit 106 Jahren – gefeiert wurde der deutschlandweite Geburtstag trotzdem: im beschaulichen Gemeindezentrum der christlichen Bewegung. Ein Blick an die Wände des Festsaals verrät, nach welchen Prinzipien die Heilsarmee lebt: „Gott ist Liebe“ oder „Lasst uns einander lieben“ steht dort in großen Buchstaben – Zitate aus der Bibel, die die Arbeit der lediglich 15 eingetragenen Mitglieder beschreiben.

Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Ingo Bontempi (CDU), der die Arbeit der Gemeinschaft lobte: „Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg war man für die Hilfe der Heilsarmee dankbar – auch in unserer Stadt.“ Und: Die Heilsarmee sei „ein Gegenpol zur Vereinzelung in der heutigen Gesellschaft“. Zu den Aufgaben in Herne zählen unter anderem die Betreuung von Senioren und die Veranstaltung von Kinderfreizeiten und Spielenachmittagen.

„Momentan versuchen wir uns jedoch umzustrukturieren“, sagt Doris Trawny-Vitzthum, Leiterin (genauer: Feld-Sergeantin) der Heilsarmee vor Ort. Beim Blick in die Nachbarschaft rund um das Gemeindezentrum am Koppenbergs Hof wird der Leiterin der Herner Gemeinde klar, dass es nicht einfach ist, Mitglieder zu finden: „Wir müssen herausfinden, was von den Menschen gebraucht wird“, sagt sie angesichts bereits vorhandener Einrichtungen wie Seniorenheime oder Kindertagesstätten. In Zukunft müsse man eine Art soziale Nische zu finden.