HCR putzt das Dach vor dem Herner Bahnhof wieder heraus

Echte Handarbeit bei großer Hitze: Rund 700 Edelstahl-Drahtgeflechte müssen von Hand abgeschraubt werden.
Echte Handarbeit bei großer Hitze: Rund 700 Edelstahl-Drahtgeflechte müssen von Hand abgeschraubt werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Die HCR putzt das Dach vor dem Herner Bahnhof . Im Laufe von elf Jahren hatte sich eine schwarze Dreckschicht auf die Konstruktion gelegt.

Herne..  Es ist vielleicht einer der „heißesten“ Jobs in Herne in diesem Tagen. Seit Anfang der Woche bringen rund ein Dutzend Männer das Dach des Zentralen Omnibus Bahnhofs (ZOB) vor dem Herne Bahnhof auf Vordermann.

Es ist die erst Grundreinigung seit die HCR das Gebäude im Jahr 2004 in Betrieb genommen hat - und wenn man genau hinschaut, offenbart sich nun sofort warum. Staub und Schmutz überziehen die verschiedenen Teile der Konstruktion. Da ist es nicht mit „einmal feucht drüberwischen“ getan. So müssen die Handwerker vor der eigentlichen Reinigung etwa 700 Edelstahldrahtgewebe abschrauben. Diese Gewebe haben eine doppelte Funktion: Einerseits schützen sie das Dach vor Tauben, andererseits spenden sie auch Schatten. Waren sie vor fast elf Jahren noch blitzblank, sind sie nun pechschwarz. Im Laufe der kommenden Tage werden sie erst vorgereinigt und erhalten dann ein Ultraschallbad. Danach sollen sie wieder „wie neu“ sein, so HCR-Betriebsleiter Dirk Person.

An den Stellen, wo die Drahtgeflechte bereits abmontiert worden sind, rücken die Gebäudereiniger nach und spülen Träger und Glasflächen ab. Anschließend werden die Beleuchtungskörper überprüft und - falls nötig - ausgebessert. In einem kleinen Teilbereich wird die HCR eine neue LED-Beleuchtung testen.

Entree für 12 000 Fahrgäste pro Tag

Zum Abschluss der kompletten Maßnahme - das soll auf jeden Fall vor Beginn der Cranger Kirmes sein - wird der Boden einer Reinigung unterzogen.

Die HCR investiert einen „höheren fünfstelligen“ Betrag in die Wartung und die Pflege. Nach über zehn Jahren sei dies einfach fällig gewesen, so Person. Schließlich sei das Dach angesichts der Tatsache, dass täglich rund 12 000 Fahrgäste den Ort passieren, eine Art Stadtentree.

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