Gymnasium Wanne erlebt Projekt „Ganz In“

Foto: WAZ FotoPool

Wanne-Eickel.. Für die Schüler, die nun ans Gymnasium Wanne gewechselt sind, könnte sich diese Entscheidung als Glücksfall erweisen. Denn sie erleben das Projekt „Ganz In“ hautnah. Denn sie sind ein Teil davon.

Zu Beginn des Schuljahres steigen NRW-weit 30 Gymnasien mit Ganztagsbetrieb in das Projekt ein, das von der Mercator-Stiftung, dem Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund und dem Schulministerium des Landes ins Leben gerufen und betreut wird.

Der Leiter des Gymnasiums Wanne, Horst Schuh (57), erläutert: „Wir sind schon seit dem 1. August 2009 Ganztagsschule – als einziges Herner Gymnasium übrigens. Als wir von dem Projekt hörten, habe wir uns darüber informiert und uns nach einem klaren Votum der Schulkonferenz im Januar um eine Teilnahme beworben.“ Im April erhielt die Schule den Zuschlag.

Das Projekt „Ganz In“ basiert auf zwei Säulen, die der Schulleiter skizziert: „Erstens wird über sechs Jahre – das ist die Laufzeit des Projektes – kontinuierlich überprüft, wie sich die Schülerinnen und Schüler, die jetzt in unseren fünften Klassen sind, entwickeln – momentan sind es 94 auf drei Klassen verteilt. Dazu waren zu Beginn der Woche sechs junge Wissenschaftler zu Gast, die anhand von standardisierten Fragebögen den Wissensstand, aber auch Dinge, wie etwa die Sprachkompetenz unserer neuen Schüler ermittelt haben. Natürlich ist die Anonymität bei den Daten gewährleistet.“ Die Wissenschaftler werden die Kinder bis zum Eintritt in die Oberstufe begleiten und zweimal jährlich den Entwicklungsstand prüfen.

Der zweite Schwerpunkt von „Ganz In“ ist die fachdidaktische Ausrichtung. Schuh: „Beteiligt sind fünf Lehrstühle der Universitätsallianz Metropole Ruhr und zwar der Fachrichtungen Englisch, Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften und Psychologie. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Unis erarbeiten jeweils 14 Lehrerinnen und Lehrer von sieben beteiligten Gymnasien Unterrichtsmodule.“ Diese Unterrichtseinheiten sollen das Lehren und Lernen verbessern und erleichtern. Schuh: „Wir beginnen mit Englisch und betreuen eine Lehrerin und einen Lehrer unserer Schule mit der Aufgabe. Im nächsten Jahr folgt Mathe – und so weiter.“

Die einzelnen Schulen sind über die Internetplattform Moodle vernetzt und haben jederzeit Zugriff auf die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen. „Überhaupt sollen die Module, die wir miterarbeiten, nicht nur an den 30 Gymnasien des Projektes verwendet werden, sie können auch von anderen Schulen für ihren Unterricht genutzt werden“, sagt Horst Schuh.

 
 

EURE FAVORITEN