Grüne prüfen „kleines Justizzentrum“

Das Amtsgericht in Herne-Mitte (li.): Ist hier auch Platz für die Mitarbeiter aus dem Amtsgerichtsgericht in Wanne-Eickel? Die Grünen wollen Pläne für ein „kleines Justizzentrum“ prüfen.  Foto: Winfried Labus
Das Amtsgericht in Herne-Mitte (li.): Ist hier auch Platz für die Mitarbeiter aus dem Amtsgerichtsgericht in Wanne-Eickel? Die Grünen wollen Pläne für ein „kleines Justizzentrum“ prüfen. Foto: Winfried Labus
Foto: Winfried Labus / FotoPool

Herne.. Nach dem Aus für das Justizzentrum in Herne-Mitte wollen Bündnis 90/Die Grünen die Sommerpause dazu nutzen, um über Alternativen für die Amtsgerichte nachzudenken und diese mit der Verwaltung durchzusprechen. Zur Diskussion steht dabei auch ein „kleines Justizzentrum“.

In die Planspiele einbezogen werden soll auch das geplante Behördenviertel. Die grüne Fraktionschefin Dorothea Schulte will dabei vor allem zwei Möglichkeiten prüfen: die Realisierung eines „kleinen Justizzentrums“ in Herne-Mitte und ein Nebeneinander von Polizei und Verwaltung im Polizeigebäude an der Bebelstraße.

Das Aus für das Justizzentrum, das die fusionierten Amtsgerichte in Herne-Mitte und Wanne-Eickel, aber auch die Bewährungshilfe und das Arbeitsgericht beherbergen sollte (die WAZ berichtete), müsse nun „Anlass zu neuem Nachdenken geben“, sagt Schulte. Mit dem geplanten Neubau in der Innenstadt hätten sich die Grünen nicht anfreunden können, wohl aber mit dem Justizzentrum als solches, erinnert sie. Deshalb könne sie auch die Enttäuschung von Amtsgerichtsdirektor Jochen Gronski nachvollziehen.

Schulte hofft jetzt darauf, dass es „noch eine Chance für ein neues Konzept“ gibt. Sie will prüfen, ob die Amtsgerichte in Herne und Wanne-Eickel doch noch in Herne-Mitte fusionieren können, eventuell mit Hilfe eines „preisgünstigen Anbaus“. Sie mahnt entsprechende Überlegungen auch deshalb an, weil sie in einen – auch früher schon angedrohten – Abzug der Amtsgerichte nach Bochum fürchtet.

In Sachen Behördenviertel will die grüne Fraktion prüfen, ob Polizei und Verwaltungseinrichtungen gemeinsam an der Bebelstraße bleiben können. Wie berichtet, will die Stadt das gesamte Gebäude kaufen, sanieren und dann alleine nutzen. Die Polizei könnte einen Neubau am benachbarten Westring beziehen. Neben der Polizei, so Schulte, könnten dort möglicherweise auch Grundbuchämter und Jugendgerichtshilfe einziehen. Das Arbeitsgericht, so Schulte weiter, bliebe an der Sodinger Straße.

 
 

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