Grüne: Offizielle Kontakte beschränken

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Bündnis 90/Die Grünen in Herne bedauern das Wahlergebnis des rechtsgerichteten Front Nationale (FN) in Hernes französischer Partnerstadt Hénin-Beaumont. Als Konsequenz spricht sich Fraktionschefin Dorothea Schulte dafür aus, alle offiziellen Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Wie berichtet, ist Hénin-Beaumont die einzige Kommune in Frankreich, die am Sonntag im ersten Wahlgang mit Steeve Briois einen FN-Politiker zum Bürgermeister gewählt hat. Bei künftigen Kontakten mit der Stadtspitze, so die grüne Fraktionsvorsitzende am Dienstag, müsse deutlich werden, dass Herne für Völkerverständigung und Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stehe. Schulte sei selbst als Schülerin in Hénin-Beaumont gewesen und habe die französische Gastfreundschaft genossen. Alle zivilgesellschaftlichen Begegnungen sollten weitergeführt und möglichst noch ausgebaut werden, teilte sie nun mit. Um anzufügen: „Die Jahrzehnte alte Partnerschaft zwischen unseren Städten wird auch dieses Wahlergebnis überleben, da bin ich mir ganz sicher.“

Bei Begegnungen der Schulen, Sportvereine, Verwaltungen und des Partnerschaftvereins solle nun darauf hingewiesen werden, wie Herne seine nationalsozialistische Vergangenheit aufarbeite. Schulte will zudem mit den Vertretern der anderen Fraktionen und Gruppen im Herner Rat ins Gespräch kommen und über Konsequenzen reden, die sich aus dem Wahlergebnis für die Städtepartnerschaft ergeben.

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