Glaube, Lieder, Hoffnung

Eine feste Größe  im Programm des Kulturell-Alternativen Zentrums: Das KAZ-Open-Air im Skatepark - hier ein Bild von der dritten Auflage im Jahr 2010. Foto: Winfried Labusl
Eine feste Größe im Programm des Kulturell-Alternativen Zentrums: Das KAZ-Open-Air im Skatepark - hier ein Bild von der dritten Auflage im Jahr 2010. Foto: Winfried Labusl
Foto: Winfried Labus / WAZ FotoPool
Herne. Seit vier Jahren sucht das Kulturell-Alternative Zentrum in Herne einen festen Veranstaltungsort. Nun wähnt sich die Initiative ihrem Ziel ein Stück näher.

„You Can’t Always Get What You Want“ – du kannst nicht immer bekommen, was du willst – sinnierten einst die Rolling Stones in ihrer gleichnamigen Ballade. Frei nach Jagger, Richards & Co. („but if you try …“) versuchen’s die Mitglieder des Herner Vereins „Kulturell-Alternatives Zentrum“ (KAZ) trotzdem seit 2007. Und nach gut vier Jahren als Gast in diversen Veranstaltungsorten sieht sich das KAZ seinem Ziel ein erhebliches Stück näher.

Das Ziel lautet: eine feste, vom Verein in Eigenregie betriebene Anlaufstelle in Herne für Konzerte, Lesungen und Partys. Mit welchem ehemaligen Industriegebäude in Innenstadtnähe das KAZ diesmal liebäugelt, möchte der Vorsitzende Kai Nordemann aber (noch) nicht verraten. Nur so viel: Rund 100 Besucher würden dort nach einem Umbau Platz finden. Ein Umbau, der über Sponsoren aber erst noch finanziert werden müsste, so der KAZ-Kopf.

Supershirt & Fischfilet

Anders als bei den Stones („Time is on my Side“) arbeitet die Zeit nicht für die Herner Initiative. „Die passiven Mitglieder, die uns schon länger unterstützen, wollen endlich Ergebnisse sehen“, sagt Norde­mann. Auch für die Rekrutierung weiterer Unterstützer wäre ein festes Domizil ungemein wichtig. Zuletzt platzten die KAZ-Träume vor knapp einem Jahr: Eine Anmietung des Bunkers am Rande des Westrings scheiterte an Brandschutzauflagen (wir berichteten).

Falls diesmal alles glatt gehen sollte, so Optimist Norde­mann, könnte das KAZ im Herbst 2011 erstmals als Veranstalter ins eigene „Wohnzimmer“ einladen. Doch auch jenseits der Suche nach einem Szene-Treff ist diese Vereinigung junger Kulturschaffender nicht untätig. Am 3. September steigt im Skatepark an der Holsterhauser Straße das „4. KAZ-Open Air“. Top-Act: die Electro-Pop-Punker „Super­shirt” vom angesagten Label „Audiolith”. Ebenfalls bereits verpflichtet wurde eine Rostocker Punk-Band mit dem fabulösen Namen „Feine Sahne Fischfilet“ sowie die Herner Formation „In Order To Complain“. Einen ham se noch: Am 23. Juli rollt der (Fuß-)Ball, und zwar beim 3. KAZ-Cup auf dem CVJM-Gelände an der Herman-Löns-Straße.

 
 

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