GEA Heat Exchangers spaltet sich in drei Unternehmen auf

Vor der ehemaligen GEA-Zentrale wehen nun die Flaggen von Kelvion. Im Hintergrund ist die Enexio-Zentrale zu sehen.
Vor der ehemaligen GEA-Zentrale wehen nun die Flaggen von Kelvion. Im Hintergrund ist die Enexio-Zentrale zu sehen.
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Die GEA Heat Exchangers GmbH ist nach dem Verkauf an den Investor Triton in drei Unternehmen aufgeteilt worden: Kelvion, DencoHappel und Enexio.

Herne..  Die GEA Heat Exchangers GmbH ist nach dem Verkauf an den Investor Triton in drei eigenständige Unternehmen aufgeteilt worden: Kelvion, DencoHappel und Enexio. Das Ziel dieser Trennung: Kunden sollen mit den eigenen Marken direkter und gezielter angesprochen werden.

Um diese Trennung nachzuvollziehen, hilft noch einmal ein Blick in die Historie: Im April 1999 hatte die MG Technologies AG die GEA übernommen, im Jahr 2005 erfolgte die Umbenennung in GEA Group AG. Nach weiteren Zukäufen organisierte sich der Konzern neu und schuf fünf Segmente - von denen GEA Heat Exchangers mit 7000 Mitarbeitern weltweit und Sitz an der Dorstener Straße an der Herner Stadtgrenze das größte war. In diesem Segment waren alle Aktivitäten zusammengefasst, die mit Energie und Komponenten von Wärmetauschern zu tun hatten.

Doch nach dem Verkauf an Triton im Jahr 2014 habe sich die Frage gestellt, ob diese Aktivitäten eigentlich zusammenpassen, so Kelvion-Sprecherin Nicole Hückels. Die Antwort habe gelautet: Nein. Denn Energie mag eine übergeordnete Rolle spielen, doch die Produkte unterscheiden sich bei näherem Hinsehen deutlich.

So ist Kelvion im Bereich der industriell genutzten Wärmetauscher aktiv und gehört laut Hückels nach wie vor zu den größten Anbietern weltweit in diesem Segment.

DencoHappel (die frühere GEA Air Treatment) mit Sitz an der Südstraße dagegen ist in Europa Marktführer in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Enexio dagegen, das seinen Sitz an der Dorstener Straße auf Herner Stadtgebiet hat, ist eher im Bereich der Kühlturmkomponenten sowie der Asche- und Wasserbehandlung in Kohleverbrennungsanlagen unterwegs.

Mit den eigenen Marken sei es nun möglich, die Produkte getrennt voneinander im Markt zu positionieren, zumal die Kunden sich auch unterscheiden. „So können die Kunden anders angesprochen werden“, sagt Hückels. Außerdem könnten in kleineren Einheiten schnellere Entscheidungen getroffen werden.

Wobei klein auch eine Definitionsfrage ist: Bei Kelvion allein lag der Jahresumsatz Ende 2014 bei rund 900 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl lag bei 4500.

 
 

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