Freizeitbad Wananas eröffnet am Freitag mit Promi-Staffel

Das 25-Meter-Becken im Sport- und Vereinsbereich ist bereit für das „Pre-Opening“ des neuen Wananas’, das die Stadt am Freitag veranstaltet. Im Hintergrund: das Lehrschwimmbecken. Foto:Rainer Raffalski
Das 25-Meter-Becken im Sport- und Vereinsbereich ist bereit für das „Pre-Opening“ des neuen Wananas’, das die Stadt am Freitag veranstaltet. Im Hintergrund: das Lehrschwimmbecken. Foto:Rainer Raffalski
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  • Das neue Wananas wird am Freitag mit großem Bahnhof eingeweiht
  • Auf dem Programm stehen unter anderem eine Promi-Schwimmstaffel und Vorführungen
  • Für alle öffnet das neue Freizeit-, Schul- und Vereinsbad im Dezember

Herne. Am Freitag wird das neue Wananas eröffnet. Knapp zwei Jahre nach dem Beginn der Bauarbeiten ist das 15 Millionen Euro teure Freizeit-, Schul- und Vereinsbad so gut wie fertig. Es ersetzt das alte Wananas, das vor fünf Jahren nach einem technischen Defekt komplett abgebrannt ist. Lothar Przybyl, der städtische Bäderchef, ist angetan von dem Neubau. Herne erhalte ein „ganz, ganz tolles Schwimmbad“, sagt er zur WAZ. Und nicht nur Herne: „Das neue Wananas wird landesweit abstrahlen“, glaubt er.

Eröffnet wird das Wananas am Freitag zunächst mit einem „Pre-Opening“, wie es die Stadt nennt. Also mit einer offiziellen „Vor-Eröffnung“; sie ist offen für alle Bürger. Anschließend wird das Bad von Kindern und Jugendlichen getestet, unter anderem hätten sich mehrere Schulen dafür angemeldet. Im Dezember dann soll das Wananas für alle öffnen, sagt Bäderchef Przybyl. Wann genau, das stehe noch nicht fest.

Test-Nutzer werden im Wananas auch beköstigt

Das hänge auch davon ab, wie viele Nachbesserungen noch nötig seien, die etwa die Testnutzer, aber auch Arbeiter und Techniker noch anmahnten. Unter die Lupe genommen würden nicht nur Duschen, Umkleiden und Becken, sondern etwa auch die Küchen: So würden einige Bad-Tester in den Bistros auch beköstigt. Ob das Wananas anschließend in der ersten oder zweiten Dezember-Hälfte für alle öffne, sei nach der langen Zeit ohne Schwimmbad nicht wichtig, meint der Bäderchef: „Wir wollen keine Trübsal blasen, wenn noch einige Baumängel beseitigt werden müssen.“

Stadt erwartet 190 000 Besucher im ersten Jahr

Für das „Pre-Opening“ am Freitag hat die Stadt ein dichtes Programm erstellt. Um 13 Uhr sprechen Oberbürgermeister Frank Dudda und NRW-Sportministerin Christina Kampmann. Geplant sind außerdem Schwimmstaffeln gegen 13.45 Uhr unter Beteiligung von Weltmeister Christian Keller, Bronzemedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1996, und Ernst-Joachim Küppers, Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1964. Neben Lokalpolitikern und Vereinssportlern wollen dazu auch die beiden Bürgermeister Andrea Oehler (CDU) und Erich Leichner (SPD) ins Nass steigen. Bis zum Abend schließlich gibt es zahlreiche Vorführungen von Wassersportlern, darunter Aqua-Power und Aqua-Zumba.

Für das kommende Jahr erwartet Bäderchef Przybyl 190 000 Besucher. Das sind in etwa so viele wie im alten Bad. Er hoffe, dass besagte Stahlkraft Wirkung zeige und Besucher nicht nur aus der Region nach Baukau-Nord kommen. Letztlich, sagt er, sei diese Prognose aber ein „Glaskugelschauen“. Es bleibe abzuwarten, wie gut es die Bürger annehmen, ihr neues Wananas.

Bürgermeister Erich Leichner verspricht „Arschbombe“ zur Eröffnung

Bürgermeister Erich Leichner hatte vor Monaten gegenüber der WAZ mal flapsig angekündigt, dass er zum Wananas-Start vor versammelter Mannschaft eine „Arschbombe“ hinlegen werde. Dabei bleibe es, sagte er nun, drücken werde er sich nicht. Er werde sogar den Sprung vom Dreier wagen.

Ob aber alles so glatt laufe bei seiner „Arschbombe“, dafür könne er nicht garantieren. In seiner Jugend sei er zwar ein guter Schwimmer gewesen, habe den DLRG-Leistungsschein gemacht und sei vom Fünfer, ja sogar von der Kanalbrücke ins Wasser gesprungen. Seit etwa 45 Jahren habe er aber nicht mal mehr auf einem Dreier gestanden. Für den Fall der Fälle, schmunzelt der 65-Jährige, stehe deshalb im Wananas eine DLRG-Rettungsschwimmerin bereit. Wenn sie ihn aus dem Wasser fischen könne, dann könne sie später jeden Besucher retten, so der schwergewichtige SPD-Ratsherr.

 
 

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