Frank Dudda will Oberbürgermeister in Herne werden

Michael Muscheid
Er will Herne als Oberbürgermeister nach vorne bringen: Frank Dudda (51), SPD-Fraktionschef in Herne im elften Jahr, am Rande der Mitgliederversammlung der SPD Herne-Stamm am Dienstagabend im Parkrestaurant Herne.
Er will Herne als Oberbürgermeister nach vorne bringen: Frank Dudda (51), SPD-Fraktionschef in Herne im elften Jahr, am Rande der Mitgliederversammlung der SPD Herne-Stamm am Dienstagabend im Parkrestaurant Herne.
Foto: Michael Korte
Der Herner SPD-Fraktionschef Frank Dudda will OB seiner Heimatstadt werden: Der 51-Jährige wurde am Dienstagabend von seinem Ortsverein als Kandidat vorgeschlagen. Das letzte Wort hat ein Nominierungsparteitag der SPD am 19. November.

Herne.  Frank Dudda hat die Katze aus dem Sack gelassen: Der Herner SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat will Oberbürgermeister werden. Sein Ortsverein SPD-Stamm schlug den 51-Jährigen am Dienstagabend bei einer offenen Mitgliederversammlung als OB-Kandidaten vor. Das letzte Wort hat ein Nominierungsparteitag der Sozialdemokraten am 19. November. Die OB-Wahl findet voraussichtlich am 13. September 2015 statt, OB Horst Schiereck (SPD), seit 2004 im Amt, tritt dann nicht mehr an.

Dudda, ganz Profi, ließ sich bislang nicht in die Karten blicken, wenn er gefragt wurde, ob er Rathaus-Chef werden will. Nun ist es amtlich: Der 51-Jährige, im Hauptberuf Geschäftsführer des Bundesverband selbstständige Physiotherapeuten (IFK) mit Sitz in Bochum, will. Und sein Ortsverein, der ihn aufstellen muss, will ihn auch als Nachfolger für den 66-jährigen Schiereck. „Für mich, und nicht nur für mich, kommt da nur eine Person in Frage: Frank Dudda“, sagte Ortsvereins-Chefin Gabriele Przybyl eingangs der Sitzung.

Bis zum kommenden Freitag, so das Ziel der Parteispitze, sollen sich alle Kandidaten für das SPD-Ticket zur OB-Wahl bewerben, genauer: vorgeschlagen werden. Bereits am kommenden Samstag nämlich will die SPD bei einer Klausurtagung des Parteivorstands die Weichen für den Nominierungsparteitag stellen und dabei auch Vorstellungsrunden des oder der potenziellen OB-Kandidaten in öffentlichen Versammlungen planen. Die Deadline am Freitag, meinte SPD-Stamm-Chefin Przybyl, sei wichtig, damit später „nicht noch jemand aus dem Busch kommt“. Sie erinnerte an die Kandidatensuche vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, als plötzlich ein gewisser Uwe Knüpfer seinen Hut in den Ring warf – bekanntlich vergeblich. Ähnliches ist freilich auch diesmal möglich: Rein rechtlich, sagt SPD-Unterbezirks-Chef Alexander Vogt, seien Bewerbungen noch bis zum Parteitag möglich. Grundsätzlich gelte dabei: „Jedes SPD-Mitglied kann vorgeschlagen werden.“

Ein neuer Anlauf für Herne

Und was sagte Frank Dudda? Die Lage in Herne sei „nicht einfach“, betonte er vor den rund zwei Dutzend Besuchern im Parkrestaurant. Um anzufügen: „Wir brauchen in Herne einen neuen Anlauf, um einiges zu bewegen.“ Dafür, versprach der stellvertretende Ortsvereinschef, würde er als Oberbürgermeister sorgen: Die Zeit sei für ihn gekommen, die Chance zu ergreifen, um als Rathaus-Chef die Stadt nach vorne zu bringen. „Ich glaube, dass ich das OB-Amt ausfüllen könnte“, stellte er klar.