Frank Dudda vor OB-Kandidatur in Herne

Es kann nur einen geben: SPD-Fraktionschef Frank Dudda will 2015 OB in Herne werden
Es kann nur einen geben: SPD-Fraktionschef Frank Dudda will 2015 OB in Herne werden
Foto: WAZ FotoPool
Hernes SPD-Fraktionschef Frank Dudda steht vor der OB-Kandidatur in Herne: Bei den Sozialdemokraten hat kein weiterer Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen. Der 51-Jährige will vor dem Nominierungsparteitag seine „Agenda für die Stadt und die Region“ auf zwei Foren präsentieren.

Herne..  Frank Dudda hatte seinen Hut bereits am Dienstag in den Ring geworfen, bis Samstag folgte kein zweiter. Heißt: Der SPD-Fraktionschef bleibt einziger Bewerber bei den Sozialdemokraten für die OB-Wahl im September 2015.

Am Samstag tagte der SPD-Unterbezirksvorstand, und bis dahin, so die Absprache, sollten sich Bewerber für das SPD-Ticket melden. Es blieb bei Dudda. Taucht bis zum Nominierungsparteitag am 19. November kein Überraschungskandidat auf – was rechtlich möglich ist – steht an diesem Tag allein der 51-Jährige zur Wahl. Der SPD-Unterbezirksvorstand sprach sich am Samstag schon mal einstimmig dafür aus, den Delegierten die Wahl Duddas zum OB-Kandidaten vorzuschlagen.

Alexander Vogt, Chef der SPD in Herne, gratulierte Dudda beim Treffen des Unterbezirksvorstands. Der SPD-Fraktionschef sei ein „wirklich hervorragender Kandidat“, so Vogt zur WAZ. Er zeigt sich sicher, dass Dudda „seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung und sehr gute Arbeit als Oberbürgermeister fortsetzen wird“.

Zwei öffentliche Foren

Vor dem Nominierungsparteitag am 19. November, das beschloss der SPD-Vorstand am Samstag, wird sich Dudda in zwei offenen Mitgliederforen vorstellen: am Montag, 3. November, in der Alten Druckerei (Bebelstraße 18), und am Dienstag, 11. November, im Sud- und Treberhaus (Eickeler Markt). Beginn ist jeweils 19 Uhr, Bürger sind wollkommen.

An den beiden Abenden, so Dudda zur WAZ, wolle er seine Vorstellungen präsentieren, seine – wie er sie nennt – „Agenda für die Stadt und die Region“. Die Region, so der SPD-Fraktionschef vorab, sei in ihren Netzwerken „nicht optimal vertreten“, das Ruhrgebiet werde bei wesentlichen Entscheidungen „zu wenig berücksichtigt“. Das wolle er als Oberbürgermeister ändern. „Ich habe klare Vorstellungen, wie man der Stadt und der Region einen Anstoß geben könnte“, so Dudda.

CDU überlegt noch

Und was sagt die CDU, die mit der SPD im Rat eine „Koalition“ eingegangen ist? „Noch in diesem Jahr“, so CDU-Partei- und Fraktionschef Markus Schlüter zur WAZ, werde die Union über einen OB-Kandidaten entscheiden, derzeit liefen in der Partei und Fraktion Gespräche. „Die Tendenz“, sagt Schlüter, „geht hin zu einem eigenen OB-Kandidaten.“ Würde die Union durch einen eigenen Kandidaten, der (auch) gegen den Kooperationspartner SPD antreten würde, nicht gegen den „Koalitionsvertrag“ verstoßen? „Das sehe ich nicht so“, sagt Schlüter. Eine Oberbürgermeister-Wahl, begründet er, sei „in erster Linie eine Persönlichkeitswahl“.

Opposition sucht Gegen-Landidaten

Die Linke würde es nicht überraschen, wenn die CDU „aus Kooperationsdisziplin“ keinen eigenen Kandidaten nominieren würde, sagt Veronika Buszewski, Sprecherin des Kreisverbands der Linken. Das aber wiederum wäre für die Demokratie „nicht gerade förderlich“, fügt sie an. Das meint auch Dorothea Schulte, Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie stellt deshalb klar: „Es wird einen Gegenkandidaten geben.“

Grüne, Linke und Piraten-AL sind bereits auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten. Schulte hätte am liebsten „eine Frau von außerhalb“. Ob aus Herne oder nicht, parteilos oder nicht, ob Mann oder Frau: Er oder sie muss von (mindestens ) diesen vier Parteien getragen werden. „Zeitlich gehen wir davon aus, dass bis Ende des Jahres eine Grundsatzentscheidung über die gemeinsame Kandidatur gefallen sein wird“, sagt Jürgen Hattendorf, Sprecher der Herner Piraten. Komme es zu keiner gemeinsamen Kandidatur, müsse jede Partei Anfang des Jahres ihr weiteres Vorgehen festlegen, sagt Veronika Buszewski. Für die Piraten gilt dann: „Wir stellen keinen eigenen Kandidaten auf“, so Andreas Prennig, Fraktionschef von Piraten-AL.

Ähnlich äußert sich Thomas Bloch, Chef der Liberalen in Herne: „Der Kreisverband Herne hat keine Ambitionen, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken.“

 
 

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