Fragezeichen hinter Sechs-Tage-Rennen

Michael Muscheid
Das Sechs-Tage-Rennen soll im April erstmals auf dem Cranger Kirmesplatz steigen. Noch fehlt aber die Baugenehmigung für das Riesenzelt, in dem das Spektakel stattfinden soll.
Das Sechs-Tage-Rennen soll im April erstmals auf dem Cranger Kirmesplatz steigen. Noch fehlt aber die Baugenehmigung für das Riesenzelt, in dem das Spektakel stattfinden soll.
Foto: Westfalenhalle

Wanne-Eickel. Fragezeichen hinter dem Sechs-Tage-Rennen: Die Stadt hat keine Unterlagen über die Veranstaltungsstätte und kann deshalb keine Baugenehmigung erteilen. Die Zeit drängt.

Für das geplante Sechs-Tage-Rennen auf dem Cranger Kirmesplatz Anfang April gibt es (noch) keine Baugenehmigung. Das sagt Dezernent Jan Terhoeven. Mehr noch: Es liegen der Stadt vom Veranstalter überhaupt keine Unterlagen über die geplante Rennstätte vor, die geprüft werden könnten. Die Zeit bis zum Aufbau, stellte der Dezernent gestern im Haupt- und Finanzausschuss klar, „wird immer knapper“. Und wie: Schon in drei Wochen, so der verabredete Zeitplan, soll der Aufbau beginnen. Das Rathaus will den Veranstalter nun anschreiben und die schnellstmögliche Zusendung der erforderlichen Unterlagen anmahnen. „Wir wollen keine Überraschungen erleben“, so Terhoeven vielsagend.

Überraschungen? Da war doch was: Im vergangenen Jahr wurde das Sechs-Tage-Rennen überraschend abgesagt – aus organisatorischen Gründen, wie es damals hieß. In diesem Jahr soll die Premiere am 5. April stattfinden, begleitet von einem bunten Rahmen-Programm. Kopfzerbrechen bereiten der Stadt – wohl gerade auch nach dem Loveparade-Unglück von Duisburg – offenbar die gigantischen Dimensionen der Renn-Arena: In nichts Geringerem als dem größten Zelt der Welt mit einem Innenmaß von 120 mal 60 Metern und Platz für 3500 Zuschauer soll das Spektakel stattfinden. Ein so genanntes Baubuch, betont Dezernent Terhoeven, reiche dafür nicht. Eine Bau-Genehmigung muss also her.

Vom Veranstalter des Rennens gab es gestern Abend keine Stellungnahme.