Finalisten für „Tegtmeiers Erben“ in Herne stehen fest

Drei der sechs Tegtmeier-Finalisten: C. Heiland, Marcel Mann und Rosemie.
Drei der sechs Tegtmeier-Finalisten: C. Heiland, Marcel Mann und Rosemie.
Foto: Stadt Herne
  • Alle zwei Jahre verleihen Jury und Publikum in Herne den Preis „Tegtmeiers Erben“ für Bühnenoriginale
  • Ein Jahr vor dem 20-jährigen Jubiläum stehen die Teilnehmer für den Wettstreit 2017 fest
  • Es sind Tilman Birr, Sarah Bosetti, C. Heiland, Marcel Mann, Rosemie und René Sydow.

Herne..  Fast genau ein Jahr vor dem 20-jährigen Jubiläum von „Tegtmeiers Erben“ hat das Auswahlgremium der Flottmann-Hallen jetzt die sechs Finalisten bekannt gegeben. Es sind Tilman Birr, Sarah Bosetti, C. Heiland, Marcel Mann, Rosemie und René Sydow. Sie treten bei der elften Ausgabe des Wettbewerbs für Bühnenoriginale am 25. November 2017 im Herner Kulturzentrum gegeneinander an. Etwa 40 Kandidaten und Kandidatinnen standen auf der Vorschlagsliste.

Der Kleinkunstpreis habe sich seinerzeit unter den unzähligen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum gleich als einer der führenden Wettbewerbe für Comedians, Kabarettisten, Satiriker, Komiker und Humoristen etabliert, heißt es aus dem städtischen Kulturbüro. 1997 seien zum ersten Male Künstler in Deutschland mit einer Trophäe bedacht wurden, die einer Person und zugleich Kunstfigur gewidmet war, die vielen als Vorbild für ihre eigene Karriere galt: dem Schauspieler und Komödianten Jürgen von Manger und seinem Alter Ego Adolf Tegtmeier.

Vier von sechs Finalisten reisen aus Berlin an

Nicht weniger als vier Wettbewerbsteilnehmer reisen übrigens aus Berlin an. Zu ihnen gehören Tilmann Birr (36) und Sarah Bosetti (32), die beide auf Poetry-Slam-Bühnen groß geworden sind. Birr könne „scharfe Lieder spielen und menschliche Geschichten erzählen“, heißt es über ihn im Pressetext. Aber auch als Liedermacher ist er unterwegs. Bosetti bescheinigen Kritiker „ganz viel Feingefühl und ein Auge für Details“. Sie ist Autorin, Satirikerin, Bühnenliteratin und Moderatorin.

Kleinkünstler sind in vielen Kunstsparten zuhause

C. Heiland (29) hat ein bewegtes Leben hinter sich: als Psychiater, Imker, Ladendetektiv und Baumarkt-Maskottchen. Inzwischen verdient er sein Geld als Musikkabarettist, unter Verwendung des japanischen Kultinstruments Omnichord. Marcel Mann (29) ist hauptberuflich Synchronsprecher – von dieser Arbeit erzählt er auch auf Deutschlands Comedy-Bühnen. Schauspiel- und Gesangserfahrung hat er ebenfalls.

Nicht aus Berlin, sondern aus Heidelberg kommt dagegen Rosemie – laut Ankündigung „eine Kunstfigur, die in keine Schublade passt“. Die in der 80er-Jahren ausgebildete Tänzerin und leidenschaftliche Sängerin präsentiert sich als verklemmte Schwäbin. Vielseitig ist auch René Sydow (36). Er hat als Schauspieler und Filmemacher gearbeitet, bis er zum politischen Kabarett wechselte.

Publikums- und Jurypreis sind mit je 5000 Euro dotiert

Beim Finale im Kulturzentrum Herne wetteifern die Finalisten nicht nur um die begehrte Tegtmeier-Kappe aus Stoff, sondern zusätzlich um einen mit jeweils 5000 Euro dotierten Publikums- und Jurypreis. Die Moderation des Finales übernimmt erneut der Entertainer Helmut Sanftenschneider. Veredelt wird der Wettbewerb durch die Verleihung der Ehrenpreise an überregional bekannte Künstler. Wer die Träger der Ehrenpreise 2017 sein werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, voraussichtlich Ende März 2017.

>>> INFO

Erst mit der Veröffentlichung der E hrenpreisträger startet auch der Vorverkauf für das Finale.

Bisher haben Künstler wie Olli Dittrich, Jürgen von der Lippe, Dieter Hallervorden, Wilfried Schmickler, Jochen Busse, Urban Priol, Gerhard Polt, Hape Kerkeling, Doktor Stratmann, Horst Schroth, Georg Schramm, Hanns Dieter Hüsch, die Missfits, Helge Schneider und Tana Schanzara den Ehrenpreis erhalten.

 
 

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