Feinstaub-Klage gegen Stadt Herne zurückgewiesen

Die  Feinstaub-Messstation an der Recklinghauser Straße im Wanner Norden. Der Kläger wohnt nur einen Steinwurf von der Station entfernt.
Die Feinstaub-Messstation an der Recklinghauser Straße im Wanner Norden. Der Kläger wohnt nur einen Steinwurf von der Station entfernt.
Foto: WAZ FotoPool
Die Stadt Herne muss keine strengen Maßnahmen wie Tempolimits wegen zu hoher Feinstaubwerte einführen. Ein Wanner Rentner ist am Dienstag mit seiner Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gescheitert. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Herne. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am Dienstag die Klage des Wanners Ernst Dimmek gegen die Stadt Herne zurückgewiesen. Der 86-Jährige Anwohner der Dorstener Straße hatte die Stadt zur Einhaltung der Feinstaub-Grenzwerte verpflichten wollen (wir berichteten). Gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts könnten nun keine rechtlichen Schritte mehr eingelegt werden, erklärte Stadtsprecher Christoph Hüsken. Kläger Ernst Dimmek erfuhr erst durch den Anruf der WAZ-Mediengruppe von dem für ihn negativen Ausgang der Verhandlung. Er wisse noch nicht, wie er damit umgehen werde, sagte der Rentner.

Seit vielen Jahren kämpft Dimmek gegen die starke Luftbelastung vor seiner Haustür. Die Grenzwerte für den krebserregenden Feinstaub wurden immer wieder stark überschritten. In diesem Jahr gab es an der Messstation Recklinghauser Straße in Wanne bereits 58 Überschreitungstage; zulässig sind 35 im gesamten Jahr. Dimmek wirft der Stadt vor, zu wenig gegen die hohe Belastung zu tun. 2009 war er vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in erster Instanz mit seiner Klage gegen die Stadt gescheitert. (Redaktion)

 
 

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