Elisabeth Gruppe gründet in Herne-Börnig einen Campus

In der Klinik Herne-Börnig richtet die St. Elisabeth Gruppe einen Campus ein. Sie fasst dort ihre gesamten Bildungs- und Ausbildungsangebote zusammen.
In der Klinik Herne-Börnig richtet die St. Elisabeth Gruppe einen Campus ein. Sie fasst dort ihre gesamten Bildungs- und Ausbildungsangebote zusammen.
Foto: Hans Blossey
In der fast leeren Klinik in Börnig errichtet die St. Elisabeth Gruppe demnächst einen Campus. Sie fasst dort alle Bildungs- und Ausbildungsangebote zusammen.

Herne.  Die St. Elisabeth Gruppe Ruhr hat für das ehemalige Josefs-Hospital und die heutige Klinik II des Herner Marien Hospitals große Pläne: Wenn am 2. Juli fast alle dort bis jetzt noch verbliebenen Abteilungen – die Urologie, die Neurourologie und die Geriatrische Tagesklinik – in das entsprechend erweiterte Marien Hospital am Hölkeskampring umgezogen sind, entsteht in Börnig an der Widumer Straße der „Campus der St. Elisabeth Gruppe“. „Wir wollen dort alle unsere Aus- und Weiterbildungsangebote konzentrieren“, erklärt Theo Freitag, Geschäftsführer der Gruppe. „Die Akademie für Physiotherapie ist ja schon vor Ort.“ Die Gruppe habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil „der Nachwuchs für uns ganz entscheidend ist.“

Geplant ist, in Börnig sämtliche Plätze, die die Gruppe für die Krankenpflegeausbildung zur Verfügung stellt, zusammenzufassen und damit auch die jetzt noch in Dortmund angesiedelten „herüberzuholen“, wie es Freitag formuliert wurde: „Wir haben dann hier allein 270 Ausbildungsplätze.“

50 davon betreffen die Kinderkrankenpflege, was nicht ganz unwichtig ist, denn die Kinderchirurgie ist die einzige Abteilung, die vorerst noch in der Klinik Börnig bleiben wird. Das hängt allerdings damit zusammen, dass die Kinderchirurgie Herne verlassen und verlegt werden soll: In das Marien Hospital Witten, das ebenfalls zur St. Elisabeth Gruppe Ruhr gehört. Dort entsteht ein Kindermedizinisches Zentrum mit Chirurgie, Pädiatrie und Neonatologie (Frühchenstation) und einer Kinderintensivstation, die zwar schon vorhanden ist, aber erweitert wird. „In Witten“, erläutert Theo Freitag, „sind deshalb etliche Umbauarbeiten erforderlich.“ Bis diese, so hofft er, Mitte/Ende 2017 beendet sind, bleibt die Kinderchirurgie in Börnig.

Schüler üben im echten OP-Saal

Der Umbau an der Widumer Straße beginnt trotzdem jetzt schon. Ein Teil der Gebäude werde erhalten, ein Teil abgerissen, kündigt Freitag an. In seiner jetzigen Struktur sei das Gebäude für die neuen Zwecke zu groß. Was mit den frei werdenden Flächen geschehe, sei abschließend noch nicht geklärt. Bleiben werde auf jeden Fall die Zentralsterilisation für die Häuser der Gruppe, berichtet Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsführung und unter anderem für diesen Bereich zuständig. Außerdem sollen eine Station und ein OP-Saal erhalten werden: „Damit die Auszubildenden das, was sie in der Theorie gelernt haben, auch gleich praktisch üben können – natürlich an Dummies“, so Theo Freitag. Aber auch andere Einrichtungen der Gruppe, wie das Bildungszentrum Ruhr, das noch in einer Villa an der Annastraße in Wanne untergebracht ist, wird nach Börnig umsiedeln.

Restaurant in ehemaliger Kapelle

Bereits am 5. Juni ist die Kapelle der Klinik in Börnig entweiht (profaniert) worden. Der Raum selbst bleibt erhalten und wird zu einem Restaurant für den Campus umgebaut.

Die Elisabeth Gruppe informiert am 10. Juli (nicht wie ursprünglich geplant am 26. Juni) in Börnig über das Projekt. Zeit und Ort werden noch mitgeteilt.

 
 

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