Eintauchen in eine ganz besondere Bilderwelt

Martin Bartel in der Künstlerzeche Unser Fritz  vor einigen seiner Bilder. Die Ausstellung trägt den Titel „Skulls Paarweise Einhängen“.  Foto: Marcus Simaitis / WAZ FotoPool
Martin Bartel in der Künstlerzeche Unser Fritz vor einigen seiner Bilder. Die Ausstellung trägt den Titel „Skulls Paarweise Einhängen“. Foto: Marcus Simaitis / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
„Skulls Paarweise Einhängen“ heißt die Ausstellung von Martin Bartel, die ab Samstag, 12. November, in der Künstlerzechen zu sehen ist. So irritierend wie er Titel sind auch die Bilder.

Wanne-Eickel. Mit der Ausstellung „Skulls Paarweise Einhängen“ des Dattelner Künstlers Martin Bartel stellt die Künstlerzeche Unser Fritz ab heute, Samstag, wieder einmal Malerei vor.

Kommt der Besucher in den Ausstellungsraum, empfangen ihn Reihen von sehr kleinen Bildern, die von einigen Großformaten kontrastiert werden. Auf den ersten Blick wirken einige der Arbeiten fast einfarbig. Doch wenn man näher tritt, ändert sich das Bild. Dann entdeckt man eine reliefhaft aufgetragene Malerei aus pastosen Farbtupfern, die sich mit dem Lichteinfall und der Bewegung des Betrachters dauernd verändern. Erst dann fallen einem schräg gestellte Kreuze auf, die sich als immer wiederholende Elemente auf der ganze Bildfläche verteilen.

Diese sogenannten Andreaskreuze ziehen sich als ein durchgehendes Motiv durch viele Bilder Martin Bartels. Sie strukturieren die Fläche. In einigen Bildern verbinden sie sich optisch zu schrägen Linien, die sich über die gesamte Fläche ziehen. Sie sind zugleich eine grafische Form, die fast gegen die bewegten malerischen Formen steht.

In anderen Arbeiten scheinen runde Formen durch, die an Orangen oder Zitronen erinnern. Da ist man fast an Stillleben erinnert. Für Bartel sind es aber nichts als Formen, die er hinter anderen verschwinden lassen kann, um sie in anderen Arbeiten aus der Farben wieder auftauchen zu lassen.

Auf den Titel seine Ausstellung „Skulls Paarweise Einhängen“ angesprochen, schmunzelt der Künstler. „So ein Titel hat ganz bewusst etwas Irritierendes“, erklärt er. Damit möchte er den Betrachter erst einmal auf eine falsche Fährte locken. Denn der Betrachter muss sich auf diese Bilder ohne jegliche Vorurteile einlassen. Sie laden ein, sie mehrmals anzuschauen: mal von der einen Seite, mal von der anderen, mal aus der Entfernung, mal von ganz nahe. Erst dann eröffnet sich mit diesen Arbeiten eine ganz eigene bildnerische Welt.

Im Ausstellungsraum der Künstlerzeche gelingt das durch die geschickte Hängung aufs beste.

 
 

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