Ein Rad für ganz schwere Lasten

Das Herner Lastenfahrrad:  v.ll: Thomas Semmelmann (Radverkehrbeauftragter der Stadt Herne), Prof. Dr. habil Wolfgang H. Schulz (Zeppelin Universität), und Projektmitarbeiterin Lea Heinrich (Zeppelin Universität).
Das Herner Lastenfahrrad: v.ll: Thomas Semmelmann (Radverkehrbeauftragter der Stadt Herne), Prof. Dr. habil Wolfgang H. Schulz (Zeppelin Universität), und Projektmitarbeiterin Lea Heinrich (Zeppelin Universität).
Auf dem 30. Herner Umwelttag feierte das Lastenfahrradprojekt „HELFI“ Premiere. Landesumweltminister Johannes Remmel kam als prominenter Gast.

Herne..  Eine grüne Brise wehte durch die Sporthalle des Gysenbergs. Bereits zum 30. Mal fand am Sonntag der Herner Umwelttag statt. In und um die Halle herum bauten viele verschiedene Organisationen ihre Stände rund um das Thema Umwelt auf. Ob Einkaufsketten, der Zoll oder der Tante Emma Laden, überall gab es Flyer, Informationen und kleine Geschenke aufzugabeln.

Wichtiges Thema Wasser

Der thematische Mittelpunkt lag auf dem Lastenfahrradprojekt „HELFI“. Der Spezialrad zeichnet sich dadurch aus, dass ein großer Laderaum, der 100 Liter fasst, zwischen den Rädern angebracht ist. Das ermögliche Dienstleistern und Kurieren einen problemlosen innerstädtischen Transport, sagt Barbara Merten, Vorsitzende des Umwelt-Ausschusses. Zur Feier des Tages reiste sogar NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) an. Er eröffnete das Projekt mit der Übergabe der Fahrräder an die Betriebe. Die Nutzung der umweltfreundlichen Variante habe viele Vorteile, erläutert Merten: „Man kann direkt vor der Haustür parken, und Sondergenehmigungen sind auch nicht nötig. Das Konzept ist gut angenommen worden“. Die Praxisphase von HELFI dauert bis zum Dezember 2015.

Das heikle Thema Fracking und die Folgen für das Grundwasser ist an mehreren Ständen präsent. „Es gibt keine nichttoxischen Stoffe für das Fracking“, sagt Andreas Prenning, Vorsitzender der Ratsfraktion der Piraten, und warnt vor den Konsequenzen. Alexander Vogt (SPD) positioniert sich ebenfalls gegen Fracking: Unter Hannelore Kraft und der SPD werde es in Nordrhein-Westfalen kein Fracking geben.

Der UNICEF-Stand machte ebenfalls auf das Thema Wasser aufmerksam. Hier stand vor allem Wasserhygiene in armen Ländern im Vordergrund, da durch verunreinigtes Wasser u.a. Darmkrankheiten übertragen würden. Das Team um Roland Wojta verkauft für die Unterstützung der Hilfsprojekte Frühlingsgrußkarten. „Außerdem wollen wir UNICEF hier bekannter machen“, sagt Wojta.

Der Herner Umwelttag ist die größte Veranstaltung zu diesem Thema im Umkreis. Darauf ist Barbara Merten stolz. Das Publikum ist bunt gemischt. Viele Familien nutzen den freien Sonntag, um mit den Kindern einen informationsreichen Ausflug in den Gysenberg zu machen. Man könne einen Sonntagsspaziergang mit der Familie so prima mit etwas Informativen und Nützlichen verbinden, sagt Familie Kösters. Damit auch die späteren Generationen das saftige Grün der Wiesen auf dem Gysenberg in Zukunft genießen können.

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