Ein Licht in der Nacht

Der Integrationsrat der Stadt Herne und Vertreter von Moscheevereinen übergaben 1910 Euro an das Frauenhaus. Vorne von links im Bild: Beate Kaupen und Michelle Gimmini vom Frauenhaus, rechts Muzaffer Oruc und Nurten Özcelik vom Integrationsrat.
Der Integrationsrat der Stadt Herne und Vertreter von Moscheevereinen übergaben 1910 Euro an das Frauenhaus. Vorne von links im Bild: Beate Kaupen und Michelle Gimmini vom Frauenhaus, rechts Muzaffer Oruc und Nurten Özcelik vom Integrationsrat.
Foto: WAZ FotoPool
In fünf Herner und Wanne-Eickeler Gemeinden war für die Einrichtung gesammelt worden. Der Integrationsrat, der die Aktion angeregt hatte, übergab im Rathaus 1910 Euro.

Herne.  „Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen, aber wir können ein Licht anzünden.“ Dieses Zitat ist vom Heiligen Franz von Assisi überliefert, und es passt zur Haltung des Herner Frauenhauses, das seit 31 Jahren Frauen und Kindern Schutz bietet, denen Gewalt angetan wird oder droht. Jetzt hat das Team mit Hilfe der multinationalen Bewohnerinnen des Hauses den Spruch übersetzen lassen, ins Türkische und ins Arabische, in Englische Portugiesische und Französische. Beate Kaupen und Michelle Gimmini überreichten im Rathaus die weihnachtlich gestaltete Botschaft an den Integrationsrat. Ein kleines Dankeschön für eine großzügige Spende.

1910 Euro waren in den letzten Wochen in fünf Moscheegemeinden in Herne und Wanne-Eickel zusammengekommen, wo Nurten Özcelik und Muzaffer Oruc als Spitze des Integrationsrates um Unterstützung für die Organisation gebeten hatten, die in jüngster Zeit auch zunehmend Frauen mit Migrationshintergrund aufnimmt. Die Ditib-Gemeinden in Herne und Wanne, Webiz Wanne, der Marokkanische Verein und die Islamische Gemeinschaft Herne 2 hatten sich der Bitte nicht verschlossen. Sie sprachen das Thema im Freitagsgebet an, und die Mitglieder spendeten.

„Wir wollten als Gemeinde ein Signal setzen, dass wir uns mit allen Themen der Gesellschaft auseinandersetzen“, sagt Necati Aydinli für für die Islamische Gemeinschaft Herne 2, „auch mit den unangenehmen.“ Aydinli war selbst früher Mitglied im Integrationsrat. Bei Beate Kaupen kam die Geste an. Sie kündigte erfreut über die hohe Summe an, das Geld für eine Ferienfreizeit der Frauenhaus-Kinder verwenden zu wollen. In den Moscheegemeinden ist es üblich, dass bei Katastrophen und in persönlichen Notfällen gespendet wird. Die Religion verlangt jedem 2,5 % seines Jahreseinkommens als Armenabgabe ab.

 
 

EURE FAVORITEN