Ein Abend der Erinnerung

Eckard Koltermann (Mitte) und befreundete Musiker beim Sommerkonzert in der Strandbar UFO unter dem Motto „HansHeinzErnst".
Eckard Koltermann (Mitte) und befreundete Musiker beim Sommerkonzert in der Strandbar UFO unter dem Motto „HansHeinzErnst".
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / WAZ
Eckard Koltermann und Freunde gestalteten im Ufo an der Künstlerzeche das Konzert „HansHeinzErnst“ für die verstorbenen Musiker-Kollegen Hans Kanty, Heinz Oelmann und Ernst Dittke.

Wanne-Eickel..  Das Sommerkonzert „HansHeinz-Ernst“ in der Strandbar UFO der Künstlerzeche Alter Fritz haben Eckard Koltermann und seine Band dem Andenken der verstorbenen Künstler Hans Kanty, Heinz Oelmann und Ernst Dittke gewidmet.

Sie haben den „Jazz Wanne“ geprägt: Pianist Heinz Oelmann (1938-2011) und Saxophonist Ernst Dittke (1936-2006); die Performances des Schlagzeugers Hans Kanty (1964-2005), über den im Maschinenhaus der Film „Erinnerungen an den Mondmann“ von Karl Rosenwald gezeigt wird, waren unverwechselbar. Auf einen Abend voll Swing, mediterranem Flair und Lieblingswerken der Künstlerkollegen stimmt Saxophonist und Moderator Eckard Koltermann zusammen mit Sinje Schnittker an der Trompete, Pianist Martin Scholz, Gitarrist Christian Hammer, Markus Conrads am Kontrabass und Schlagzeuger Wolfgang Ekholt die Zuhörer mit dem „Capeverdian Blues“ von Horace Silver ein. Sam Rivers träumerische Ballade „Beatrice“ begeistert ebenso wie Koltermanns Stück „Pay yourself“, das sich durch eine dunkle Saxophonmelodie und ein Drumsolo von Wolfgang Ekholt auszeichnet. Lieblingsstücke von Heinz Oelmann sind das versonnene „Soul Ice“ von Mal Waldron und das schnelle, unruhige „Epistrophy“ von Thelonious Monk. Clifford Browns „Joy Spring“ verbindet einen prägnanten Off-Beat zu einem swingenden Sound mit einer jazzigen Trompetenmelodie und einem Drum-Solo. Eine nostalgische Bassmelodie, durch gezupfte Pizzicati akzentuiert, prägt die Stimmung der „Ballad of the Sad Young Man“. Es folgt Horace Silvers „Senor Blues“, etwas „gegen den Strich gebürstet“ wirkt Monks „We see“. Nach Hoagy Carmichaels stimmungsvoller Ballade „Skylark“ geht es zur Sache mit Silvers „St Vitus Dance“. Karibikfeeling kommt auf mit „Che pasa“; Koltermanns „Here comes the Moon“ und das Standard „Lover Man“ beenden einen Abend voller Erinnerungen – auch für Eckard Koltermann: „Wir hatten eine super Zeit und ich empfinde es als Geschenk, die Stücke jetzt mit jungen Musikern zu spielen, die ich früher mit Hans, Heinz und Ernst gespielt habe“.

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