EAO beweist musikalische Vielfalt zwischen Klassik und Pop

Akkordeonspieler zeigen ihr Können: „Accordion in Concert 2015“.
Akkordeonspieler zeigen ihr Können: „Accordion in Concert 2015“.
Foto: FUNKE Foto Services
Die verschiedenen Orchester des Emscherland Akkordeon Orchesters gaben ein mitreißendes Jahreskonzert „Accordion in Concert“ im Kulturzentrum Herne.

Herne..  Klassik, Jazz, Pop und Evergreens standen am Sonntagabend im KuZ auf dem Programm des Emscherland Akkordeon Orchesters (EAO).

Akkordeon ist kein cooles Instrument? Da sind Evi und Kyra Füssel entschieden anderer Meinung. „Wenn man Akkordeon kann, kann man auch Klavier oder Keyboard spielen,“ sagt die zwölfjährige Gymnasiastin, die im Kinderensemble mitspielt, selbstbewusst. Die Freude am Spielen und an den eigenen Fortschritten dabei schätzt auch ihre 16-jährige Schwester Kyra. „Und die Gemeinschaft mit dem Orchester. Dort findet man Freunde.“

Die Spielfreude ist auch beim Konzert unüberhörbar: In Klassikern wie der Ouvertüre zu Giuseppe Verdis Oper „Die Macht des Schicksals“ oder dem Pas de deux und dem Blumenwalzer aus Peter Tschaikowskys beliebtem „Nussknacker“-Ballett kann das Erste Orchester, das auch regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt, die ganze Klangfülle und Farbigkeit des Instruments entfalten – ein Klangerlebnis, bei dem man ein Sinfonieorchester nicht mehr vermisst. Zu den Höhepunkten des Konzertes gehören auch Fritz Doblers „Meeting der Massai-Krieger“ aus seinem Ballett „Keniade“ mit seinen markanten Rhythmen und der sich zu immer größerer Klangdichte steigernden, in sich kreisenden rituellen Melodie.

Dass sie auch lateinamerikanisches Temperament und Lebensgefühl in ihrer Musik lebendig werden lassen können, zeigen die Musikerinnen und Musiker des Ersten Orchesters unter Leitung von Martin Dejnega in Astor Piazzollas rassiger „Melodia en la menor“ und „Danzón No. 2“ von Arturo Marquez. Solistisch trat Harfenistin Sonja Jahn hervor und faszinierte die Zuhörer mit ihren sowohl virtuosen als auch authentischen Interpretationen der Fantaisie op. 95 von Camille Saint-Saens und Deborah Henson-Conants „Baroque Flamenco“.

Das Hobby Orchester begeisterte mit dem Hit „What a Wonderful World“ und das Kinderensemble zeigte in Yehuda Oppenheimers „Träumerei“ zu Flötenbegleitung eine zart-verhaltene Interpretation, im „Millennium“-Song von Kees Vlak steuerten sie in vollem Sound und schnellen, sicheren Rhythmen eine moderne Klangnote bei.

 
 

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