Ditib-Gemeinde verwandelt Wanner Markt in einen Festplatz

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Zwei Tage lang verwandelte sich der Wanner Markt in einen Festplatz: Die dort beheimatete Ditib-Moschee hatte zu einer großen Wohltätigkeitsveranstaltung eingeladen und dazu nicht nur alle möglichen türkischen und internationalen Spezialitäten aufgefahren; die Jugendlichen der Moschee-Gemeinde hatten auch ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, mit Tänzen, Folklore und viel Musik.

Vor allem die Kinder hatten viel Spaß an dem Nasrettin-Hoca, eigentlich eine Figur aus der Geschichte, die heute aber gerne eingesetzt wird, um Kindern spielerisch weise Sprüche beizubringen. Außerdem konnten sich die Kinder beim Quadfahren ausprobieren, sich das Gesicht bunt bemalen oder Henna auftragen lassen. Viel Applaus und kleine Geschenke erhielt eine Gruppe von weiß gekleideten Mädchen, die für das Fest deutsche und türkische Lieder einstudiert hatte und gemeinsam vortrug.

Wenige deutsche Besucher

Obwohl zu dem Fest alle Interessierten eingeladen waren, waren die türkischstämmigen Besucher fast unter sich. Bezirksbürgermeister Ulrich Koch und Volker Bleck, Stadtverordneter und Ortsvereinsvorsitzender der Wanner SPD, beide in offizieller Mission, waren da eher die Ausnahmen. „Leider sind nur wenige deutsche Mitbürger gekommen“, bedauerte denn auch Fatih Kaya (23), der zu den jungen Leuten der Wanner Ditib-Gemeinde gehört.

Der Jugendarbeit der Gemeinde hat sich vor allem in den vergangenen zwei Jahren entwickelt. Seitdem treffen sich junge Gemeindemitglieder in ihrem eigenen Raum in der Moschee, schauen dort gemeinsam Fußball oder bereiten eben auch das Wohltätigkeitsfest vor. So kommt deshalb auch der Erlös des Festes der Jugendarbeit zugute. „Zum Beispiel werden davon Fahrten für uns Jugendliche organisiert“, erzählt Mitorganisator Ilhan Öner. „Vor kurzem waren wir in Frankfurt und haben dort die Stadt besichtigt.“

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