Dieselknecht: Seefahrt, Schnaps und Saiteninstrumente

Am Donnerstag, 24.10.2013, tritt die Band "Dieselknecht" in der Flottmann-Kneipe auf. Foto: Dietmar Wäsche / WAZ FotoPool
Am Donnerstag, 24.10.2013, tritt die Band "Dieselknecht" in der Flottmann-Kneipe auf. Foto: Dietmar Wäsche / WAZ FotoPool
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Die deutsche Countryband Dieselknecht brachte in die Flottmann-Hallen einen Mix aus Hillbilly, Volkslied und Punk mit, besser bekannt als Kraut-a-billy. Die Gitarre in ihren verschiedenen Ausprägungen gab dabei den Ton an. Dem Publikum gefiel’s.

Herne.  Kraut-a-billy, so nennt die Band Dieselknecht ihre Musik. Das Quartett heizte in den Flottmann-Hallen mit seiner Mischung aus Hillbilly, Country, Volkslied und Punk ordentlich ein. Etwa 50 Zuschauer, darunter allerdings kein einziger Cowboy, waren begeistert.

Die Gitarre in ihren verschiedensten Formen und Ausführungen gibt an diesem Abend den Ton an, ein Blick auf die kleine Bühne in den Flottmann-Hallen zeigt dies sofort. Aufgereiht stehen Akustikgitarren, Steel Guitars und ein Banjo da und warten auf ihren Einsatz. Gegen 21 Uhr ist es soweit. Dieselknecht betritt die Bühne und startet mit einem handelsüblichen „Einen schönen guten Abend, Herne“. Sänger und Banjospieler Pa gibt dann zu, „etwas aufgeregt“ zu sein. Deswegen begänne seine Band mit einem älteren Song. Richtige Entscheidung, denn sofort ist Stimmung in der Flottmannkneipe, nicht zuletzt, weil sich einige Zuschauer sehr textsicher präsentieren.

Dieselknecht bestechen nicht nur durch ihren treibenden Sound, angetrieben vom Kontrabass und der Snaredrum, sondern vor allem durch die vier Gesangsstimmen. Virtuos setzt die Band die verschiedenen Klangfarben als Mehrstimmengesang oder auch als Sologesang ein. Jeder der vier Musiker tritt mindestens einmal als Leadsänger auf.

Begeistertes Publikum

Textlich geht es bei Dieselknecht hauptsächlich um Seefahrt, Schnaps, Poker und Kneipe. „Durst ist schlimmer als Heimweh“, heißt etwa ein Song. Auf der Bühne verzichten die Musiker aber auf Hochprozentiges. Sie trinken Bier oder Wasser.

Nach einer Stunde und zehn Minuten verabschieden sich Dieselknecht. Zurück bleiben ein begeistertes Publikum und die Erkenntnis, dass uramerikanische Musik mit deutschen Texten funktioniert.

 
 

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