Die Herner radeln gerne am Kanal

Die Wege am Rhein-Herne-Kanal, hier in Höhe Unser Fritz, sind bei Herner Radfahrern besonders beliebt
Die Wege am Rhein-Herne-Kanal, hier in Höhe Unser Fritz, sind bei Herner Radfahrern besonders beliebt
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Nach einer WAZ-Umfrage wird in Herne zu wenig für den Radverkehr getan. Der beliebteste Radweg ist demnach der am Rhein-Herne-Kanal.

Herne..  In Herne wird zu wenig für den Radverkehr getan. Das sagt die Mehrheit der Leser, die sich an einer WAZ-Umfrage beteiligt haben. Unsicher fühlen sie sich vor allem auf den Hauptstraßen in den beiden Innenstädten. Und auch das kam zu Tage: Der schönste Radweg der Herner liegt am Wasser: Er führt entlang des Rhein-Herne-Kanals.

Das sind die zentralen Aussagen der (nicht repräsentativen) Umfrage, die die WAZ in allen Städten des Ruhrgebiets durchgeführt hat; in Herne beteiligten sich 70 Leser. 43 Prozent sind demnach täglich oder fast täglich mit dem Rad unterwegs, 30 Prozent wöchentlich und immerhin 24 Prozent einmal im Monat.

Dass in Herne und Wanne-Eickel zu wenig für den Radverkehr getan wird, sagen 64 Prozent der Befragten, 13 Prozent, dass „kaum etwas“ getan werde. Gut ein Viertel der WAZ-Leser äußert sich dagegen positiv: In Herne, sagen 23 Prozent, wird genug für den Radverkehr getan. Das „Zusammenleben“ auf der Straße und den Wegen ist nach dem Ergebnis der Umfrage nicht unbelastet: 55 Prozent sagen, dass es „gelegentlich“ Konflikte zwischen Radfahrern und Autofahrern beziehungsweise Fußgängern gibt, 30,5 Prozent sogar „sehr häufig“; nur 14,5 Prozent sagen selten.

Auch Erzbahntrasse beliebt

Am liebsten fahren die Herner laut unserer Umfrage mit dem Rad entlang des Rhein-Herne-Kanals, ein weiterer Favorit ist dicht gefolgt die Erzbahntrasse. Mit weitem Abstand folgt die Grünanlage am Hölkeskampring. Mehrere Leser haben auch ihre Lieblingsstrecken genannt.Einer etwa führt vom Bahnhof Herne über Holper Heide, Ostbachtal, Langeloh und Königsgrube hin zur König-Ludwig-Trasse. Eine andere vom Stadtgarten über Uhlenbruch und An der Linde hin zur Siedlung Teutoburgia.

Befragt nach der gefährlichsten Stelle für Radfahrer in Herne, gibt es kein eindeutiges Bild. Sieben Leser nennen die Bochumer Straße in Herne-Mitte und -Süd, die vor anderthalb Jahren einen Radweg erhalten hat. Weitere Leser verweisen auf die Hauptstraße in Wanne-Eickel, den Westring, die Dorstener oder Holsterhauser Straße. Ein Leser aber kommentiert: „Es gibt zu viele Radwege, die nicht genutzt werden.“ Sein Wunsch: „Tut mal lieber was für die Fußgänger.“

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