„Die Goldenen Reiter“ erinnern an die Neue Deutsche Welle

Die Band „Die Goldenen Reiter“ in der Akademie Mont-Cenis.
Die Band „Die Goldenen Reiter“ in der Akademie Mont-Cenis.
Foto: FUNKE Foto Services
In der Akademie Mont-Cenis zelebriert das Duo mit Gesang, Gitarre und Ukulele Hits der 80er-Jahre.

Herne..  Mit Punk und New Wave haben die „Goldenen Reiter“ Markus Grieß und Oyo Steinke am Montagabend im Kegel der Akademie Mont Cenis für Spaß und gute Laune gesorgt.

Sie rocken die Neue Deutsche Welle mit Gesang, Gitarre und Ukulele: Songs wie „Polizisten“ beschwören mit ihrem verhaltenen Sprechgesang über durchlaufenden pulsierenden Rhythmen zu dem typischen Sound akustischer Gitarren. Abenteuerstimmung und die Sehnsucht nach der großen weiten Welt kommen auf in dem Hit „Flieger, grüß’ mir die Sonne, grüß’ mir die Sterne“. So schwärmen die beiden Sänger mit überschäumender Lebensfreude, die das Publikum ansteckt und zum spontanen Mitsingen animiert.

Aber auch dahinter verbirgt sich letztlich der Wunsch nach „ein bisschen Zärtlichkeit – irgendwo, irgendwie, irgendwann“. Die äußert sich dann in Wunschbildern wie „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Ganz dezent setzen die beiden Sänger mit ihrer Ballade ein, dann aber bricht der Akustik-Sound durch, die Rhythmen pochen, die Emotionen brechen sich Bahn mit eruptiver Kraft. Auch „99 Luftballons“ beginnt als nostalgische Ballade über einer malerischen Begleitmelodie, die sich dann zu einem kraftvollen, energiegeladenen Refrain wandelt. „Kann denn Liebe Sünde sein?“, rufen die beiden Musiker herausfordernd in den Raum, der Sound pocht hart dazu. Selbstbewusster Trotz klingt auch aus „Codo – ich bin so schrecklich hässlich“. Mitreißend interpretieren Markus Grieß und Oyo Steinke auch „Major Tom“: Voller „Effektivität“ wollen sie frei werden, die Schwerelosigkeit im All erleben – und die Akustikgitarren liefern dazu Rhythmus und Lebensgefühl.

„Das ist das kleine Besteck gewesen“, kommentieren die Musiker lakonisch. „Wir spielen zwar die Songs der Neuen Deutschen Welle, aber wir machen das alles akustisch – herzerfrischend anders.“ Dass der Abend auch so bei den Zuhörern angekommen ist, beweisen der Applaus und die zahlreichen Zurufe mit der Bitte um Zugaben.

 
 

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