Die etwas andere Band

Sie sind Stonebraze: Johannes (Gitarre), Florian (Schlagzeug), Emanuel (Gesang), Dennis (Bass)und Marvin (Gitarre) (v.l.).
Sie sind Stonebraze: Johannes (Gitarre), Florian (Schlagzeug), Emanuel (Gesang), Dennis (Bass)und Marvin (Gitarre) (v.l.).
Foto: Haenisch / waz fotopool
Die Herner Band mischt Rock mit Funk- und Reggae-Einflüssen. Momentan wird an Live-Videos gearbeitet.

„Es war Liebe auf den ersten Ton“, sagen die Bandmitglieder einstimmig. Vier Jungs aus Herne waren auf der Suche nach einer neuen Leitstimme. Johannes Krüger (18), Marvin Losch (21), Dennis Kazakis (18) und Florian Roos (22) spielten in der Grungeband Elysion, aber das funktionierte nach einiger Zeit nicht mehr. Zufällig trafen sie Emanuel Waterkotte (20). Der Sänger war vorher in kleineren Bands aktiv, aber nicht aufgetreten. Die Jungs verstanden sich auf Anhieb - die Band Stonebraze war geboren.

Einflüsse von 70er Jahre-Bandswie den Doors und Jimi Hendrix

Für sie gilt der musikalische Leitsatz: „Wir wollen Kunst machen. Musik mit einem gewissen Anspruch“. Dazu verquicken sie verschiedene Musikstile miteinander. Rock, Funk und Reggae gehören u.a. zum Repertoire der jungen Musiker. Sie wollen psychedelische Rockmusik machen, Experimentalmusik aus den 60er und 70er Jahren. Inspiriert sehen sie sich von der Kultgruppe The Doors. „Aber es gibt viele andere Einflüsse“, sagt der Bassist Dennis Kazakis, „Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Pink Floyd.“ Die Liebe zur Kultur der 60er und 70er Jahren sei in ihnen stark ausgeprägt. Dazu kommen Einflüsse aus verschiedenen Bereichen - ein Mitglied nimmt Jazz-, der andere Klassikunterricht. So verschmelzen verschiedene Musikstile zu etwas Neuem: „Wir sind anders als andere.“ Die Texte stammen aus der Feder von Emanuel Waterkotte. „In den Texten setze ich mich mit mir selber auseinander“, sagt der Sänger. Seine politische Meinung finde sich hier und da wieder.

Die Gruppe arbeitet im Moment an Live-Videos, die sie zusammen mit ihren Freunden von The Greeds erstellt haben. Die Videos der beiden Bands werden in naher Zukunft auf ihrem gemeinsamen Youtube-Channel hochgeladen (www.youtube.com/StonebrazeTheGreeds).Sobald sie mit dem Abmischen der Tonspuren fertig sind, hoffen die fünf Musiker aus Herne und Umgebung, bei Plattenlabels und Festivalorganisatoren damit punkten zu können. Irgendwann ein Auftritt beim Open-Air-Festival Bochum Total - das wäre schon was, schwärmt die Truppe.

Musiker kritisieren fehlendeRäume für junge Bands

Die Wurzeln der Fünf sind in Herne. Hier haben sie sich zum Teil am Haranni-Gymnasium kennengelernt. „Wir verbinden die Stadt mit unserer Kindheit.“ Wenn man genau hinschaut, findet man im Behrenspark in Herne-Mitte ein eingeschnitztes Herzchen von einem der Gruppenmitglieder und seiner ersten Freundin. Trotzdem kritisieren die Musiker das Kulturangebot der Stadt: „Wir verstehen, dass die Kassen leer sind“, sagen sie, „aber die Jugendkulturszene erhält keine große Förderung. Es gibt keine Räumlichkeiten für junge Bands und die Auftrittsmöglichkeiten sind begrenzt.“

Die Interessen innerhalb der Gruppe sind verschieden und das spiegelt sich in ihrer Musik wieder. „Wir wollen bei unserer Musik ein großes Spektrum anlegen, das sich erweitert. Wir entwickeln uns ja immer weiter.“ Im Winter steht eine kleine Tour durch Nordrhein-Westfalen an, zusammen mit der befreundeten Band The Greeds. Und vielleicht ist ja in ein paar Jahren neben der 1live-Bühne auf dem Bochum Total Festival der Namen „Stonebraze“ zu lesen ...

 
 

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