Der Texaner aus dem Revier

Beeindruckende Fotos begleiteten das Konzert von Klaus Adamaschek im Kasino Unser Fritz.
Beeindruckende Fotos begleiteten das Konzert von Klaus Adamaschek im Kasino Unser Fritz.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Ein mit Bildern unterlegtes Konzert gab Klaus Adamaschek alias Shiregreen im Kasino unser Fritz. Zum Schluss gab’s stehende Ovationen.

Wanne-Eickel..  „Ich werde zweimal 70 Minuten singen und erzählen. Zwischendurch machen wir eine Pause. In der gibt es dann die besten Burger außerhalb der USA.“ Völlig entspannt beginnt Klaus Adamaschek im knackvollen Kasino Unser Fritz nach dieser Ansage seine Konzertreise mit einem Lied, das in Los Angeles entstanden ist. Shiregreen, wie sich die Gruppe nennt, die an diesem Abend aus Adamaschek und seinem Sohn Paul (Bass) besteht, macht amerikanisches Folkmusik.

„Sechs Monde im Westen der USA“ heißt der Titel des Konzerts in Anlehnung an die sechs Monate, in denen Adamaschek mit seiner Frau Angelika in einem Wohnmobil durch die Vereinigten Staaten gekreuzt ist. 20 000 Fotos sind in dieser Zeit entstanden - eine Auswahl von ihnen ist als Bildershow auf einer Leinwand zu sehen, während der 54-Jährige erzählt und singt. Groß geworden mit der Musik von Kris Kristoffersen und John Denver, habe er sein Englisch hauptsächlich vom Plattenspieler gelernt. Mit der Folge, dass er in den Staaten für einen Iren oder Schotten gehalten wird, in Dublin für einen Texaner. Seine Musik hört sich tatsächlich so an, als sei er in der Mitte der USA aufgewachsen. Ist er aber nicht. Seine Jugend verbrachte er im Ruhrgebiet, und auch im Kasino ist schon aufgetreten: Als 13-Jähriger hat er dort seinem Vater zum Geburtstag ein Ständchen mit drei Liedern von Reinhard Mey gebracht. Sein Auftritt am Wochenende geht auch auf verwandtschaftliche Kontakte zurück: Sein Bruder Uwe ist Vorsitzender des Kasinovereins und wollte ausprobieren, wie ein Konzert beim Publikum ankommen würde.

Sehr gut kam es an. Die entspannten Lieder und die ruhige Art von Shiregreen, die beeindruckenden Fotos, zum Teil vom Reisemagazin Merian ausgezeichnet, die unterhaltsamen Anekdoten und Erzählungen - es passt alles. Manchesmal spielte das Publikum den Chor. Am Ende gab es für den Auftritt stehende Ovationen. Mehr zum Künstler: www.shiregreen.de.

 
 

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