Der Star des Filmabends: das Fahrrad

And the Winner is .... das Fahrrad.
And the Winner is .... das Fahrrad.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
20 Kurzfilmbeiträge aus zehn Nationen im internationalen Teil des Festivals in den Flottmann-Hallen. Zum Auftakt 90-Sekunden-Streifen beim UltraKurzFilmFestival.

Herne..  Radfahren ist wie das Konzert eines Orchesters: Erst das Klopfen einer Spielkarte an die Fahrradspeichen, dann das Ratschen der Kette über die Ritzel, zuletzt das Summen der Räder auf dem Asphalt: Musik in den Ohren eines jeden Radsportbegeisterten. Das ganze untermalt mit beeindruckenden Nahaufnahmen eines Fahrrades, und fertig ist ein erstaunlicher Kurzfilm mit dem Titel „Bicycle Sounds“. Eine Momentaufnahme vom 7. Internationalen Festival des Fahrrad-Films Vvicycle, das mit seinen beeindruckenden Bildern am Wochenende zum vierten Mal in den Flottmann-Hallen ausgetragen wurde.

Insgesamt 20 Kurzfilmbeiträge aus zehn verschiedenen Nationen lockten Radsport- und Filmbegeisterte zum Festival, das zusammen mit dem bereits am Freitag ausgetragenen Ultra-Kurzfilm-Festival präsentiert wurde. Im Rennen waren sowohl Kurzfilme aus Nord- und Südamerika als auch aus Asien und europäischen Nachbarstaaten. Die Filmemacher selbst ließen sich bei der Vorstellung ihrer Kurzproduktionen allerdings nicht sehen: „Für die Produzenten aus Übersee wäre es ein zu großer Aufwand für zehn Minuten hier her zu kommen,“ sagte Chris Wawrzyniak vom Veranstalter „Roomservice“, der mit der Resonanz des Festivals äußerst zufrieden sein konnte.

So strömten am Samstag insgesamt 180 Zuschauer in die proppenvollen Flottmann-Hallen und bekamen dabei ein breites Spektrum an Themen rund um das Fahrrad präsentiert. Der US-Film „3-Way-Street“ etwa zeigte im Zeitraffer und aus der Vogelperspektive die Gefahren für Radfahrer auf einer großen Kreuzung in New York. „AMAR“, ein Kurzfilm aus Indien, skizzierte die Liebe eines 14-Jährigen Schülers zu seinem Transport- und Arbeitsmittel, dem Fahrrad. Vor allem das Fahrrad in der Großstadt zählte zu den häufigsten Motiven des 7. Fahrrad-Film-Festivals – und das auf kurzweilige Art: Kein Film dauerte länger als zehn Minuten, und Textpassagen oder Dialoge zählten eher zur Seltenheit. Der Star des Festivals: eindeutig das Fahrrad.

 
 

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