Der milde Winter schont den Herner Arbeitsmarkt

Im Januar mussten 321 Personen mehr als zu Jahresende die Dienste der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.
Im Januar mussten 321 Personen mehr als zu Jahresende die Dienste der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.
Foto: WAZ FotoPool
Der - bislang - milde Winter macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Zwar stieg Arbeitslosigkeit Herne erwartungsgemäß an, allerdings fiel der Anstieg laut Agentur für Arbeit schwächer aus als in der Vergangenheit.

Herne..  Der - bislang - milde Winter macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Zwar stieg Arbeitslosigkeit Herne erwartungsgemäß an, allerdings fiel der Anstieg laut Agentur für Arbeit schwächer aus als in der Vergangenheit.

Mit 10 598 Arbeitslosen waren 321 Personen (3,1 Prozent) mehr Menschen arbeitslos als zum Jahresende 2013. Die Arbeitslosenquote stieg von 13,4 Prozent auf 13,8 Prozent an. Verglichen mit dem Vorjahr gibt es 47 arbeitslose Personen weniger (0,4 Prozent). Die Quote lag damals bei 13,9 Prozent.

Einige Betriebe mussten bis jetzt nur geringe saisonale Einschränkungen hinnehmen und konnten ihr Personal halten, so die Arbeitsagentur. Manche Betriebe waren gar dringend auf der Suche, etwa einige Garten- und Landschaftsbauer.

„Die aktuell erhöhte Arbeitslosigkeit schlägt sich sowohl bei den Jüngeren als auch bei den Älteren nieder. Den höchsten Anstieg verzeichnet allerdings mit über vier Prozent die Personengruppe der über 55 Jährigen. Das erklärt sich durch die vornehmlich „ältere“ Belegschaft zum Beispiel im gewerblich-technischen Bereich oder bei den Monteuren. Klassische Berufszweige, in denen in der Regel in der Winterpause immer wieder Personal freigesetzt wird“, erläutert Esther Sondermann-Vetter, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit in Herne, die aktuelle Entwicklung.

Der Fokus der Arbeit liege bei der Agentur nach wie vor auf der Qualifizierung, betonte Sondermann-Vetter. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gehe es um die Sicherung von Fachkräften.

Insgesamt wurden zu Jahresanfang 147 neue Stellen gemeldet. Im Vergleich zum Dezember letzten Jahres sind das drei Stellen weniger, mit Blick auf den Januar letzten Jahres fünf Stellen weniger. „Im Januar halten sich die meisten Unternehmen mit Neu-Einstellung zurück. Trotzdem können wir einige gute Stellenangebote aufweisen“, so Sondermann-Vetter.

Sie geht davon aus, dass bereits ab März die Zahl der Arbeitslosen sinken werde. Und: Die Agentur stehe in einer engen Kooperation, um bei eventuellen Neuansiedlungen die Potenziale für neue Stellen frühzeitig abzugleichen.

 
 

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