Der Gipfel

Zur Bochumer Straße: Vor zehn Jahren legten Verwaltung und Politik die Umgestaltung der Bochumer Straße zwischen Stadtgrenze und Südstraße fest. 2014 wurde das umgesetzt mit eigenen Spuren für Auto und Fahrrad auf der Straße, breiter Grüninsel mit Baumbestand, Parkstreifen vor Wohnhäusern und sicheren Fahrradfurten am Kreisverkehr. In jüngerer Zeit führten Verwaltungsvorschläge und Politikbeschlüsse zu einer Behelfslösung zwischen Süd- und Gräffstraße als Test mit sinnlos breiter Autospur, unverändert schmalen Grüninseln, aber immerhin noch Schutzstreifen für Radfahrer. Der Gipfel dieser negativen Entwicklung ist nun mit dem Kompromiss erreicht. Die „Radverkehrsführung zwischen Westring/Hölkeskampring und Südstraße“ stellt Radfahrer am U-Bahnschacht vor der Tankstelle vor folgende Wahl: Mutige dürfen auf der zweispurigen Straße fahren. Alle anderen müssen am U-Bahnschacht ihr Fahrrad auf den Gehweg schieben. Nach dem U-Bahnschacht beginnt für alle Radler eine rote Spur auf dem Gehweg. Schon an der Gräffstraße müssen sie aber wieder auf die rechte der beiden Autospuren wechseln. Erst nach 60 Metern, wenn sich die Autos auf nur noch eine Spur eingefädelt haben, beginnt für Radfahrer ein Schutzstreifen, keine eigene Fahrradspur. Gibt es wirklich keine bessere und fahrradfreundliche Lösung?