Der Fahrradhelm ist für Kinder selbstverständlich

Radfahrer sind bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw einem höheren Risiko ausgesetzt, schwer verletzt oder gar getötet zu werden, als Fußgänger. Allein im vergangenen Jahr starben auf deutschen Straßen laut Bundesamt für Statistik 396 Fahrradfahrer. In Herne indes ging glücklicherweise kein Unfall für Radfahrer tödlich aus. Wie die Zahlen für Herne aussehen und was in punkto Prävention getan werden kann, weiß Polizeipressesprecher Volker Schütte.

1 Wie viele Radunfälle gab es im vergangenen Jahr auf Herner Straßen?

Im Jahr 2014 gab es 76 Fahrradunfälle, dabei ist zum Glück niemand tödlich verunglückt. Man kann einen positiven Trend verzeichnen, die Prävention scheint zu greifen. Im Jahr 2012 verletzten sich noch 100 Radfahrer bei Unfällen.

2 Wo liegt die häufigste Ursache bei Radunfällen?

Besonders gefährlich ist es, wenn Autofahrer bei der Grünphase rechts abbiegen und zeitgleich die Ampel der Radfahrer auf Grün steht. Daher appellieren wir stets an die Autofahrer: Haltet an, die Radler sind ganz klar das schwächere Glied.

3 Achten jüngere Radler vermehrt auf die Helmpflicht?

Ganz gleich, ob mit drei Jahren oder im Seniorenalter: Jeder sollte einen Helm tragen, auch wenn die Radtour nicht auf der Hauptstraße, sondern am Rhein-Herne-Kanal entlangführt. Kinder lernen das von klein auf und haben für dieses Thema ein ganz anderes Bewusstsein als die ältere Generation. Für Kinder ist der Helm selbstverständlich. Eltern fahren leider oft ohne Kopfschutz nebenher.