Das neue Wananas – zwei Schwimmbäder in einem

Sie ist Chefin im neuen Wananas: Lisa Krieger (23), Meisterin für Bäderbetriebe, vor dem Strömungskanal im Erlebnisbecken. Foto:Rainer Raffalski
Sie ist Chefin im neuen Wananas: Lisa Krieger (23), Meisterin für Bäderbetriebe, vor dem Strömungskanal im Erlebnisbecken. Foto:Rainer Raffalski
Foto: FUNKE Foto Services
Am Freitag öffnet das Wananas mit einem „Pre-Opening“. Die WAZ hat sich vorab in dem 15 Millionen Euro teuren Schwimmbad umgesehen.

Herne.. Schön hell ist es drinnen. Riesig ist die Fensterfront, die das Wananas transparent wirken lässt, die viel Licht hereinlässt in das niegelnagelneue Gebäude. Die großen Becken sind mit Wasser gefüllt, die Umkleideschränke stehen in Reih und Glied, die Saunen sind beheizt. Nun kann es langsam losgehen. Endlich.

Es ist eine Punktlandung geworden. Ende 2016, so lautete die Vorgabe der Versicherung nach dem Großbrand, sollte der Neubau stehen. Das hat geklappt, so gerade eben, weil einige Probleme den Start mehrmals verzögert haben, um insgesamt mehr als ein Jahr. Das Warten hat sich gelohnt. 15 Millionen Euro, knapp die Hälfte davon aus der Versicherung, hat der Ersatzbau für das abgebrannte Wananas gekostet. Dafür ist es nun fast doppelt so groß wie das alte. Aus einem Freizeitbad machte die Stadt ein Freizeit-, Schul- und Vereinsbad, schließt dafür das marode Hallenbad Eickel sowie zwei Lehrschwimmbecken, in denen Schüler und Vereinsmitglieder schwimmen.

„Das Wananas ist von der Aufmachung her top“, sagt Erich Leichner, Bürgermeister und Aufsichtsratschef der Herner Bädergesellschaft. Auch der Umstand, dass es mit dem Freizeitbad auf der einen und dem Schul- und Vereinsbad auf der anderen Seite zwei getrennte Bereiche gibt, sei sehr gut. So könne Personal eingespart werden, und am Wochenende profitierten die Besucher: Dann seien beide Bereiche für alle Gäste offen.

Transponder-Armbänder regeln Zutritt

Hinein ins Wananas geht’s durch einen Vorbau aus Klinker. Vorbei an der Kassentheke, durch die Schranken, dann, natürlich, erst mal in die Umkleiden. Sammelumkleiden gibt es dort und Umkleidekabinen für Einzelbesucher, aber eben auch größere für Familien, ja sogar für Eltern mit Kleinkindern, ausklappbarer Wickeltisch inklusive. Wer die farbenfrohen Schränke nutzt, braucht keinen Schlüssel: Besucher erhalten an der Kasse ein Transponder-Armband, damit werden die Schränke verschlossen. Auch Essen und Getränke im Bistro werden damit bezahlt.

Hinter dem Vorbau dann thront sie, die große Badehalle. Rechts liegt das Freizeitbad. Bunt schimmert da das noch nicht genutzte Wasser im großen Erlebnisbecken, Lichter in vielen Farben sind unter der Wasseroberfläche angebracht. Links können Schwimmer im 25-Meter-Bereich ihre Bahnen ziehen, rechts, wo geplanscht wird, lockt eine riesige Grotte. An ihren Wänden können kleine und große Kletterfans hochkraxeln, von oben kann man auf einer breiten Rutsche ins Wasser sausen, und unten, im Innern, ist man fast ungestört. Aber nur fast: An der Decke soll noch eine Kamera angebracht werden – die Bademeister wollen den Überblick behalten.

Außenbecken und 65-Meter-Rutsche runden Freizeitbereich ab

Ein Strömungskanal rundet das Erlebnisbecken ab, und wer mag, kann trockenen Fußes nach draußen wechseln, ins Außenbecken, oder, wer mutig ist, die 65-Meter-Rutsche nutzen. Ankunft: eine Etage tiefer in einem Extrabecken. Wer für all das noch zu klein ist, geht mit Mama oder Papa ein paar Schritte weiter: Am Rande sind zwei Babybecken, mit unterschiedlicher Wassertiefe. Gefüllt sind die Becken aber noch nicht: Arbeiter werkeln noch an Fliesen und Installationen.

Der linke Bereich in der großen Badehalle, durch Glas getrennt, ist der für die Frühschwimmer, Schüler und Vereinssportler. Sie alle erhalten einen separaten Eingang, auch hier regelt ein Transponder den Zutritt. Das Sportbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen liegt im Zentrum, mit Ein-Meter- und einem Drei-Meter-Brett. Daneben liegen das Lehrschwimmbecken, und, umgeben von Glas, das Kursbecken. Besonderheit: Das Kursbecken hat einen Hubboden, kann je nach Nutzung in sieben Stufen auf bis zu 1,80 Meter herabgesenkt werden; eine große Digitalanzeige zeigt die aktuelle Wassertiefe an.

Ein eigener Saunabereich mit gemischten Saunen

Saunen dürfen nicht fehlen: Neben dem Erlebnisbecken, gut sichtbar für alle, ist im Freizeitbad eine Textilsauna untergebracht. Wer lieber textilfrei und abseits des Trubels schwitzen möchte, wechselt in den Saunabereich; Zugang gewährt der – Transponder. Eine gemischte Finnische- und eine gemischte Salzsauna warten auf die Gäste, außerdem gibt es dort neben sanitären Einrichtungen einen kleinen Bistrobereich, Eisbecken, Ruheraum und einen Außenbereich.

 
 

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