Das neue Herner Prinzenpaar stellt sich vor

Das alte und das neue Prinzenpaar tauschen sich aus: (v. li.) Peter I. Peters, Manuela II. Kolarczik, Martina I. Heinke und Hilmar I. Born.
Das alte und das neue Prinzenpaar tauschen sich aus: (v. li.) Peter I. Peters, Manuela II. Kolarczik, Martina I. Heinke und Hilmar I. Born.
Foto: Rainer Raffalski
  • Die Vorbereitungen für die kommende Session laufen bereits
  • Martina Heinke und Hilmar Born lösen das amtierende Prinzenpaar ab
  • Für die kommenden zwei Jahre haben sie bereits konkrete Vorstellungen

Herne..  Wie wird man eigentlich Karnevalsprinz? Ganz einfach, man bewirbt sich, schriftlich. „In der Session 1999/2000 gab es so viele Anfragen, dass wir beschlossen haben, die schriftliche Bewerbung einzuführen“, erklärt Kai Gera, 2. Vorsitzender der 1. Herner Karnevalsgesellschaft (HeKaGe). Eigentlich bleibt das Prinzenpaar für ein Jahr, manchmal aber auch länger. So blieb das noch amtierende Paar mit Prinz Peter I. und Prinzessin Manuela II. zwei Jahre im Amt. Bei einem gemeinsamen Frühstück blicken sie zurück und begrüßen das neue Prinzenpaar.

„Man muss schon wissen, worauf man sich einlässt“, schickt Kai Gera vorneweg. Schließlich zählen zahlreiche Auftritte zu den Pflichten des Prinzenpaares; Um genau zu sein, zwischen 70 und 100 Auftritte stehen im Terminkalender. „Das kann man nur machen, wenn man voll dahinter steht.“ Bei Peter Peters und Manuela Kolarczik merkt man schnell, dass sie mit Herzblut dabei waren und immer noch sind. „Es war manchmal anstrengend, alles neben meinem Beruf unterzukriegen“, erklärt Manuela Kolarczik, die als Altenpflegerin tätig ist. „Aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, und meine Kollegen haben mir einiges ermöglicht.“ Peter Peters ist zwar Rentner, aber trotzdem sehr engagiert. „Der Rentner, der nie Zeit hat“, witzeln seine Vereinskameraden.

Das Prinzenpaar bespricht sich immer wieder mit dem Vorstand, was seine Aufgaben betrifft, nimmt sich aber auch manchmal Freiheiten raus: „Der Prinz Karneval hat ja eine gewisse Macht“, gibt Kai Gera zu bedenken. Dies äußert sich aber meist in der Form, dass der Vorstand versucht, Wunschtermine möglich zu machen. „Wir wollten gerne zum Prinzentreffen nach Bocholt, und das konnten wir auch“, freut sich Peter Peters. „Für uns waren es zwei großartige Jahre.“ Die Verlängerung hatte sich übrigens Manuela Kolarczik gewünscht. „Ich hatte letztes Jahr mein 30-jähriges Vereinsjubiläum, und das wollte ich gerne als Prinzessin erleben.“

Opel wird eine Rolle spielen

Auch das neue Prinzenpaar, Hilmar Born und Martina Heinke, möchte für zwei Jahre bleiben. „Ich bin erst seit einem Jahr dabei“, verrät Martina Heinke, die gelernte Krankenschwester ist, aber zurzeit nur stundenweise in einer Praxis arbeitet. „Ich habe lange Gespräche mit Manuela geführt und hoffe, dass ich es auch so gut hinbekomme wie sie.“ Hilmar Born, Leiter des Opel Museums Herne, ist bereits seit elf Jahren im Verein und kündigt an, dass er sich im Großen und Ganzen an die vom Verein vorgegebenen Regeln halten möchte. „Das Thema Opel wird sich in der Session wiederfinden“, verrät er. Man solle beim Prinzenwagen und beim Rosenmontagszug die Augen offen halten. Mehr wolle er noch nicht verraten. „Ich freue mich vor allem auf die Veranstaltungen in den Seniorenheimen“, sagt Hilmar Born. „Es ist immer schön zu sehen, wie viel Freude unser Besuch den alten Herrschaften macht.“

Termine:

6. November: Bund-Ruhr-Karneval-Tanz-Turnier in der Aula der Realschule Crange.

11. November: Sessionsauftakt

18. November: Prinzenproklamation im Kuz Herne. Highlight wird der Auftritt der Kölner Kultgruppe „Höhner“ sein. Veranstaltung ist ausverkauft.

 
 

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