Das alte Opel-Herz schlägt mitten in Herne

Verliebt in Opel: Hilmar Born pflegt sein Museum, in dem es nicht nur Autos gibt, sondern auch allerlei skurrile Gegenstände.
Verliebt in Opel: Hilmar Born pflegt sein Museum, in dem es nicht nur Autos gibt, sondern auch allerlei skurrile Gegenstände.
Foto: WAZ FotoPool
Hilmar Born hat seine Leidenschaft für die Marke Opel zum Beruf gemacht. Sein Museum an der Riemker Straße birgt regelrechte Auto-Schätze. Privat fährt Born Mercedes

Die Uhr in dem schwarzen Opel Rekord tickt. Analog. Von digitalen Anzeigen ist in dem Oldtimer aus den sechziger Jahren nichts zu sehen. Genauso wenig wie im gesamten Opel-Museum von Hilmar Born nichts nach gewienertem Museum riecht oder aussieht. In der großen Halle an der Riemker Straße duftet es eher nach Öl und Benzin. Man spürt die Leidenschaft des Diplom-Ingenieurs für Maschinenbau für die Wagen der Marke Opel.

„Privat fahre ich Mercedes, Modelle der Reihen W-123 und W-124“. Darin sieht er keinen Widerspruch. „Natürlich habe ich auch den einen oder anderen Opel angemeldet, aber es ist einfacher Ersatzteile für einen alten Mercedes zu bekommen als für einen alten Opel“, sagt der 58-Jährige und lächelt. Er spricht aus Erfahrung. In seiner Halle stehen die Opel dicht an dicht. Einige sind so alt, dass man das ungefähre Baujahr gar nicht mal mehr erraten kann. Andere ausgestellte Modelle fahren heute noch in großer Zahl über die Straßen.

„Ich habe auch neuere Autos hier, die gerade mal 3000 Kilometer weg haben.“ Die lässt er dann einfach stehen, konserviert sie und wartet, bis sie alt und wertvoller werden. Um die Halle herum stapeln sich Autoteile, Türen und Kotflügel auf dem Gelände. Im anliegenden 220 Quadratmeter großen Lager finden sich Tausende von Ersatzteilen – ein echtes Paradies für den Opel-Fan, der sich im Depot auskennt.

Born betreibt nicht nur ein Museum, er handelt auch mit Opel-Oldtimern und Ersatzteilen. Zu dem Museum gehört außerdem der Stammtisch des Museumvereins. Die Mitglieder treffen sich im Clubraum in der Halle zum Fachsimpeln. Zehn bis zwölf Mitglieder sind regelmäßig dabei, sagt Born. Noch sei man eine reine Männerrunde, aber neulich hatten die Herren Damenbesuch. „Eine Lehrerin aus Wuppertal kam zu uns, weil sie sich einen Manta B zulegen wollte. Wir haben sie beraten und ihr einen Manta A empfohlen, weil der aus unserer Sicht der bessere Wagen ist.“ Die Frau scheint sich wohl zu fühlen bei den Männern des Stammtisches: „Sie will sich die Sache mit unserem Verein erst einmal ansehen und später vielleicht sogar Mitglied werden im Opel-Museum Herne e.V.“

Born betreibt das Museum seit 1990. In diesem Jahr hat er die Halle gekauft. „Ich hatte vorher schon eine riesengroße Oldtimersammlung“, erzählt er. Sein erstes Auto war ein Opel Rekord von 1957, den hat er sich gekauft als er 18 Jahre alt war, in Bochum an einer Tankstelle für 100 D-Mark. „Ich habe den TÜV-fertig gemacht und ihn ein Jahr gefahren.“ Es habe ihm Spaß gemacht, aber er hat den Wagen dann still gelegt und sich das Nachfolgemodell gekauft. Seither ist seine Sammlung stetig gewachsen.

 
 

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