Cranger Kirmes hat vier neue Attraktionen

Die Wilde Maus ist eine alte Bekannte auf dem Rummel. Nun ist sie „XXL“. Heißt auch: Sie ist noch rasanter.
Die Wilde Maus ist eine alte Bekannte auf dem Rummel. Nun ist sie „XXL“. Heißt auch: Sie ist noch rasanter.
Foto: FUNKE Foto Services
Vier spektakuläre Attraktionen feiern in diesem Jahr ihre Premiere auf der Cranger Kirmes: Ein Experte hat die Fahrgeschäfte getestet.

Herne.. „Die Brücke startet die Triebwerke, wir verlassen umgehend den Erdorbit“ schallt es aus einem Lautsprecher. Apollo 13 macht sich auf den Weg gen Himmel, statt Astronauten sitzen kreischende Kirmesbesucher in der Rakete.

Unter ihnen Peter Hammer, Crange-Fan und Fahrgeschäft-Experte. „Hammergeil, was für ein Erlebnis. Ein richtig angenehmer Kick“, lautet das Urteil des unerschrockenen 58-jährigen Düsseldorfers. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Als die Verantwortlichen der Cranger Kirmes vor vier Jahren einen Experten suchten, bewarb er sich und drehte 2012 mit der Crange-Action-Cam auf dem Kopf die ganzen Fahrgeschäfte. Er selbst überstand es gut, die Kamera jedoch nicht. Ein Pluspunkt, warum der Düsseldorfer genommen wurde, war sein Statement dazu, welches Volksfest in NRW denn nun am größten und besten ist: „Crange natürlich. Da gibt es überhaupt keine Diskussion!“

Steuerung läuft über den Computer

Wie jedes Jahr gibt es auf der 581. Cranger Kirmes wieder neue Fahrgeschäfte, die zum ersten Mal im Einsatz sind. Und diese testet Peter Hammer nach der Reihe durch. Zwei davon, „Apollo 13“ und der „Propeller“ – ihre Namen sagen es schon – sorgen in luftiger Höhe für Nervenkitzel. Die Action-Fahrgeschäfte laufen ferngesteuert über einen Computer, dabei steht die Sicherheit an erster Stelle.

Gilbert Marguis, technischer Leiter von Apollo 13, ist für Aufbau und Wartung verantwortlich. Begeistert ist er aber auch vom kompletten Design von „Apollo 13“. „Alles dreht sich ums Thema Weltraum, das macht die besondere Art unseres Geschäftes aus“, erklärt der 47-Jährige. Hammer imponiert der besondere Kick aus folgendem Grund: „Apollo 13“ katapultiert die Fahrgäste mit Tempo 120 auf eine Höhe von 55 Metern. Der sogenannte Giant-Booster ist geprägt von schnellen Wechseln, Überschlägen und rasanten Runden.

Weiter geht es auf dem „Propeller“. Der Betreiber, Albert Ordelmann, ist ganz begeistert von der besonderen Atmosphäre auf Crange, die er zum ersten Mal miterlebt. „Die Leute sind mit Herz dabei, das spürt man“, erklärt der 38-jährige Niederländer. Für fünf Euro kann man sich in die Höhe katapultieren lassen. Rund 1,5 Millionen Euro habe die Anschaffung dieser Weltneuheit gekostet.

Alles dreht sich im Kreis: die beiden Arme, die Sitze und das Kreuz. Das überzeugt auch Hammer. „Dreimal 360 Grad, das ist schon echt geil.“ Ebenso der Preis, wie er findet.

Wackelnde Wände im Alpen-Hotel

Auch bei einer alten Bekannten, der „Wilden Maus“ des Schaustellers Max Eberhard, gelten laut Hammer faire Preise: Für fünf Euro geht es auf die Event-Achterbahn, welche ganz neu im XXL-Format erweitert wurde. Dabei wurden von Außen zwei rasante Berg- und Talfahrten ergänzt. Die Länge der Bahn erstreckt sich nun auf 1230 statt früher 630 Metern. „Ein echter Zugewinn“, meint der Experte. Mit 150 000 LEDs wird die „Wilde Maus“ abends erstrahlt. Das Fahrgeschäft ist nun 28 Meter hoch und 200 Tonnen schwer. Die Fahrtgeschwindigkeit beträgt nun 60 Kilometer pro Stunde.

Eher ruhig, dafür aber um so lustiger geht es im „Alpen-Hotel“ zu. Für Hammer fast schon persönlich ein wenig zu langweilig, aber „als typisches Laufgeschäft bestens geeignet für die ganze Familie.“ In dem seltsamen Hotel passieren auf vier Ebenen komische Dinge - ein netter Spaß zum Schluss, der für 4,50 Euro zu haben ist.

 

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