Comedy-Programm „Hackedicht“ besucht Haranni Gymnasium

Kabarettist Eisi Gulp am Haranni Gymnasium: Er versucht mit seinem Programm auf Risiken von Drogen aufmerksam zu machen.
Kabarettist Eisi Gulp am Haranni Gymnasium: Er versucht mit seinem Programm auf Risiken von Drogen aufmerksam zu machen.
Foto: Ralph Bodemer
Mit einer Mischung und Comedy und Ernsthaftigkeit möchten Knappschaft und Deutscher Kinderschutzbund über Drogensucht informieren und Schüler abschrecken.

Herne..  Die Schultour „Hackedicht“ der Knappschaft hat ihr Programm nun am Haranni-Gymnasium, das sich zuvor beworben hatte, vorgestellt. „Es ist wichtig, richtig mit dem Thema umzugehen“, sagte Sandra Piehl, Mitarbeiterin der Pressestelle der Knappschaft. Seit fünf Jahren versucht die Knappschaft in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund durch eine Art Theaterstück des Schauspielers und Kabarettisten Eisi Gulp die Jugendlichen für das Thema Drogenprävention zu sensibilisieren.

Mit einer Mischung zwischen Komik und Ernsthaftigkeit versucht der Kabarettist, der in zahlreichen Filmen und Serien wie Tatort oder Pastewka mitgewirkt hat, die Jugendlichen zu erreichen. „Wir wollen uns von der Methode mit dem erhobenen Zeigefinger abgrenzen“, erklärt der Komiker. Ein Mittelweg aus Rede, Erzählung, Tanz und Bewegung sorgt für die nötige Aufmerksamkeit bei den Zuschauern. Diese werden in der Vorstellung direkt angesprochen und gefragt.

Dabei diene das Thema Alkoholsucht nur als Aufhänger, so der Organisator Achim Beerhorst, der am Haranni-Gymnasium als Sportlehrer tätig ist. Auch Drogen wie Kokain, LSD oder Extasy werden thematisiert. „Jeder darf sich ausprobieren, aber er muss lernen, seine Grenzen zu kennen und mit diesen umzugehen“, sagt Eisi Gulp. Die Aktion der Knappschaft helfe die Jugendlichen anzuregen nachzudenken – und das in „unterhaltsamer und altersgerechter Form“.

90-minütiges Bühnenprogramm

Das 90-minütige Bühnenprogramm sei jedoch nur der Anfang. Der Projektpartner Condrobs e. V. sensibilisiert im Anschluss in weiteren Aktionen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe in der Nachbearbeitung. Das Lehrerkollegium wird in einer Fortbildung weiter geschult, während die Eltern sich bei einem Elternabend näher mit dem Thema auseinandersetzen.

Zwei Drittel der Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren geben laut einer Knappschaftsumfrage an, dass ihnen das Bühnenprogramm und die Nachbearbeitung viel gebracht habe. Laut der Auswertung der Knappschaft sagen 56 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach der Teilnahme an „Hackedicht – Schultour der Knappschaft“ sogar, dass sie gar nicht erst mit dem Alkohol trinken anfangen wollen.

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