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Die Stadt Herne hat die Laurentiusschule für 1,8 Mio Euro energetisch saniert. Die Grundschüler feiern die Einweihung mit einer Feierstunde und dem Abschluss der Projektwoche. Im Bild Yunus (links) und Talha (beide 10). Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Die Stadt Herne hat die Laurentiusschule für 1,8 Mio Euro energetisch saniert. Die Grundschüler feiern die Einweihung mit einer Feierstunde und dem Abschluss der Projektwoche. Im Bild Yunus (links) und Talha (beide 10). Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
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Wanne-Eickel.. „Wenn die rote Lampe leuchtet, müssen wir die Fenster öffnen“: So erklärt Schüler Joel die CO2-Ampel, die in seiner Klasse in der Wanner Grundschule Laurentius über der Tafel hängt.

Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung an der Schule lernten die Kinder in einer Projektwoche alles über Energie und Umwelt.

1,8 Millionen Euro kostete die Sanierung der Laurentiusschule. Dach, Wände und Keller wurden wärmegedämmt, eine Solaranlage errichtet und eine Belüftungsanlage eingebaut. Peter Wiedeholz (50) vom Gebäudemanagement: „Die Schule ist nun das energetisch am besten ausgestattete Gebäude Hernes.“ Durch die Fördermaßnahme „Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur“ übernahmen Bund und Land jeweils ein Drittel der Kosten. Den Rest brachte die Stadt Herne selbst auf.

Rund 70 Prozent der bisher verbrauchten Energie sollen durch die Maßnahmen eingespart werden. Vor allem die Belüftungsanlage ist besonders. Im Winter bleiben die Fenster geschlossen, dann sorgt die Anlage für Frischluft, wenn die rote Lampe der Kohlendioxid-Ampel leuchtet. Sobald die Fenster geöffnet werden, schaltet sie sich ab. „Wir haben einen Fensterdienst. Sobald die Ampel rot ist, muss dieser sich kümmern, frische Luft einzulassen“, erklärt Joel.

In der Projektwoche lernten die Schüler alles über Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie und Nützliches über die Umwelt. Nick und Leon sind in der vierten Klasse und haben Versuche zum Thema Wind- und Wasserkraft gemacht, die sie Oberbürgermeister Horst Schiereck präsentieren. Mit einem Fön bewaffnet stellt sich Nick vor einen Spielzeug-Lastenaufzug. Die Luft aus dem Fön treibt einen Propeller an, durch den ein Seil auf einen Zahnstocher gewickelt wird und eine Box hinauf zieht. „So zeigen wir, wie man mit Wind Dinge bewegen kann“, erklärt Nick. Schiereck meint augenzwinkernd: „Wenn man das richtig baut, kann man Bier aus dem Keller befördern.“

In den anderen Projektgruppen basteln die Schüler unter anderem aus Müll kleine Kunstwerke, stellen aus Altpapier neues Papier her und lernen, einen Stromkreislauf aufzubauen. „Auf diese Weise erfahren die Kinder spielerisch etwas über ihre Umwelt und die Energie. Und sie verstehen, was eigentlich an ihrer Schule genau gemacht wurde“, erklärt Schulleiter Achim Koppenhagen.

Die meisten Schüler interessiert vor allem die CO2-Ampel. Joel sagt: „Der Rest war irgendwie nervig, weil alles so laut war. Aber die Ampel ist cool.“

 
 

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