ClipMix: Jugendliche musizieren interkulturell

Jugend-Kultur-Projekt der Kulturmäuse: Angeleitet von Melike Sander, 3.v.l., tanzten Jugendliche in der Städtischen Galerie.
Jugend-Kultur-Projekt der Kulturmäuse: Angeleitet von Melike Sander, 3.v.l., tanzten Jugendliche in der Städtischen Galerie.
Foto: FUNKE Foto Services
13 Jugendliche nehmen an einem Tanzprojekt des Vereins „Kulturmäuse“ teil und fertigen einen Videoclip an.

Herne..  Im Kulturprojekt „ClipMix“ bringen Jugendliche türkische, deutsche, polnische und chilenische Musikrichtungen zusammen. In drei Workshops mit unterschiedlichen Mottos lernen 13 Jugendliche Kultur praktisch kennen: Sie texten, singen, tanzen und nehmen das alles mit einer Kamera und ihren Smartphones auf, um den Film auf YouTube hochzuladen und bei der Veranstaltung „Nachts im Museum“ zu präsentieren.

Die Kurse finden jeweils in der Städtischen Galerie im Schlosspark Strünkede statt. Der Recklinghäuser Verein „Kulturmäuse“ brachte das Projekt ins Rollen und kooperiert unter anderem mit dem Emschertal-Museum in Herne.

„Das Projekt entstand aus den Ideen der Jugendlichen heraus“, erklärt Jutta Sosna-Grabelus, die Vorsitzende der Kulturmäuse, „sie wollten gerne viele Stilrichtungen ausprobieren und die neuen Medien miteinbeziehen.“ Beides wurde umgesetzt: Der Kurs am Wochenende kombinierte Latin Music und orientalische Tanzformen. Im nächsten Workshopwochenende steht „African Dance and Drums“ auf dem Programm.

„Die Kurse machen total viel Spaß. Ich tanze auch in meiner Freizeit und lerne gerne neue Stilrichtungen kennen“, erzählt die 13-jährige Franziska von der Gathen. Professionelle Hilfe erhalten die Jugendlichen von erfahrenen Musikern, Tänzern und Pädagogen verschiedener Herkünfte. Pablo Gamsjäger aus Chile hat am Wochenende ein Lied mitgesungen und aufgenommen. Allein deutsch- oder englischsprachige Lieder gibt es nicht: Alle Texte kombinieren verschiedene Sprachen. „Wir wollen unsere Kultur mit anderen teilen und haben deshalb auch türkische Texte miteingebracht“, erklärt Melissa Özbudak. „Es ist uns wichtig, die kulturelle Vielfalt, die wir hier im Ruhrgebiet haben, kreativ zu nutzen“, ergänzt Jutta Sosna-Grabelus.

Nach drei Wochenenden im Tonstudio und vor der Kamera fiebern die Teilnehmer dem großen Abschluss entgegen. Am 25. April wird das Projektvideo im Rahmen der Veranstaltung „Nachts im Museum“ vorgeführt. An dem Abend sollen auch die Musiker, die den Workshop geleitet haben, auf der Bühne stehen.

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