Chemie-Unternehmen Evonik spendet Verein Ruhrwerk 12000 Euro

Alfred Schmidt-Steffen bei der symbolischen Scheckübergabe an Cornelia Lengert-Scholz, Cordula Klinger-Bischof und Iris Stiebling (v.l.)
Alfred Schmidt-Steffen bei der symbolischen Scheckübergabe an Cornelia Lengert-Scholz, Cordula Klinger-Bischof und Iris Stiebling (v.l.)
Foto: Ralph Bodemer
Das Chemie-Unternehmen Evonik hat 12 000 Euro an den Verein Ruhrwerk gespendet. Damit werden die Deutschkenntnisse von Flüchtlingskindern gefördert.

Herne..  Es ist die bislang größte Einzelspende, die der wohltätige Verein Ruhrwerk seit seiner Gründung 2009 erhalten hat. Das Spezialchemie-Unternehmen Evonik, das in Eickel einen Produktionsstandort hat, stellt Ruhrwerk 12 000 Euro zur Verfügung. Das Geld wird für die Förderung der Deutschkenntnisse von Flüchtlingskindern verwendet.

Das Unternehmen hat sich in der Flüchtlingsthematik eindeutig positioniert: An den deutschen Standorten stellt Evonik eine Million Euro zur Verfügung, die Sprache steht dabei im Fokus.

„Wir können nicht so tun, als ginge uns das nichts an, wenn ertrunkene Kinder an die Küsten des Mittelmeeres gespült werden“, hatte Evonik-Chef Klaus Engel die Flüchtlingshilfe angekündigt. Die Summe von 12 000 Euro - die aus zwei Töpfen kommt - sei als Soforthilfe gedacht, so Werksleiter Alfred Schmidt-Steffen, weil die Anforderungen so hoch und so vielfältig seien. Evonik wolle unbürokratisch helfen.

Ruhrwerk unterstützt bereits die Sprachvermittlung bei Flüchtlingskindern. Iris Immig und Christa Heine, die die Nachhilfeschule „Professor Eule“ betreiben, sind einmal pro Woche für jeweils zwei Stunden im Gymnasium Wanne, am Otto-Hahn-Gymnasium und an der Realschule Sodingen, um in den Willkommensklassen Deutschkenntnisse zu vermitteln. Welche Herausforderung dieses Engagement bedeutet, verdeutlichte Iris Immig im Gespräch mit der WAZ-Redaktion: So seien Kinder im Alter von elf bis 16 Jahren und aus bis zu sieben Nationalitäten in den Klassen.

Ruhrwerk-Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof ist glücklich, dass mit der Unterstützung einerseits das Projekt für ein weiteres Jahr finanziert ist, andererseits auch bei den anderen Projekten keine Abstriche gemacht werden müssen.

 
 

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