CDU fordert Aufklärung über Jelvehs Wohnsitz

Michael Muscheid
Vermutet eine Intrige: Tina Jelveh, Bürgermeisterin in Herne. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Vermutet eine Intrige: Tina Jelveh, Bürgermeisterin in Herne. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Herne. Ein WAZ-Bericht über Bürgermeisterin Tina Jelveh und ihren Zweitwohnsitz in Bochum schlägt Wellen. Die CDU kocht, die Grüne weist alle Vorwürfe zurück.

CDU-Fraktionschef Markus Schlüter fordert von OB Horst Schiereck eine „rückhaltlose Aufklärung“ darüber, ob Jelveh ihren „angeblichen Erstwohnsitz in Herne auch als Hauptwohnsitz nutzt“. Tina Jelveh weist die Vorwürfe zurück. Die Angelegenheit sei „unspektakulär“, so die Politikerin zur WAZ.

Fax mit SPD-Absender

Die Grüne vermutet eine Intrige. Wie berichtet, kursieren im Rathaus und in der Politik Gerüchte, die Studentin sei nur in Bochum gemeldet. Nach WAZ-Informationen hat ein Unbekannter die Gerüchte per Fax gestreut, im Absender ist pikanter Weise die Fax-Nummer der SPD-Fraktion angegeben. In der dortigen Geschäftsstelle zeigt man sich entsetzt. Dass Faxe mit Informationen über die Bürgermeisterin vom Gerät der SPD-Fraktion verschickt wurden, schließt Geschäftsführer Lothar Przybyl „absolut aus“. Er habe sämtliche Fax-Protokolle seit Januar überprüft. SPD-Fraktionschef Frank Dudda nennt mögliche Vorwürfe, die Fraktion habe Informationen über Jelveh gefaxt, „ungeheuerlich“.