Bochumer Straße in Herne wird zweispurig

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Rot-Schwarz in Herne hat sich festgelegt: Vier Fahrbahnen sind auf der Bochumer Straße, der wichtigsten Verbindungsstrecke nach Bochum, nicht nötig. Dafür kommen Radwege und Abbiegespuren – und später ein Kreisverkehr am Regenkamp.

Herne..  Jahrelang wurden Pläne aufgestellt und wieder verworfen, dazwischen gab es viele hitzige Debatten. Anfang des Jahres nun soll die Bochumer Straße, wichtigste Verbindung zwischen Bochum und Herne, ihr endgültiges Gesicht erhalten. Kern der Pläne: Der Verkehr wird in weiten Teilen einspurig in jede Richtung rollen, hinzu kommen Radwege auf beiden Seiten.

Dieser Beschluss von Rot-Schwarz ist nichts Geringeres als eine Abkehr von alten Plänen. Noch vor einem Jahr, als die alten Schienen aus der Straße geholt wurden, favorisierten SPD und CDU, damals noch nicht in einer Koalition, den vierspurigen Ausbau der Straße – sehr zum Ärger etwa des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und der Grünen, die damit das Aus für die Radstreifen fürchteten.

Entspannung festgestellt

Nach wie vor, so heißt es im rot-schwarzen Handlungspaket (die WAZ berichtete), bekräftigen die Koalitionspartner „die Priorität einer Mehrspurigkeit für die Bochumer Straße“. Im Klartext bedeutet dies aber, dass es in weiten Teilen nur eine Fahrspur in jede Richtung geben soll, dazu aber Abbiegespuren an den Kreuzungen. „So soll der Verkehr fließend gehalten werden“, sagt SPD-Fraktionschef Frank Dudda zur WAZ. Dabei helfen soll auch ein Kreisverkehr, der an der Kreuzung Regenkamp gebaut werden soll; dafür, so Dudda, sollen 2015 Fördermittel beantragt werden.

Warum zwei statt vier Streifen? Der neue Kreisverkehr vor Hornbach, seit kurzem fertig, habe zu einer Entspannung auf der Straße beigetragen, sagt Dudda, CDU-Fraktionschef Markus Schlüter bestätigt: „Der Verkehr rollt deutlich flüssiger.“ Heißt: Eine Fahrspur plus Abbiegespuren reichen, dafür ist dann Platz da für die beiden Radwege.

Ein Problem aber müsse noch gelöst werden: die Einfädlung des Radverkehrs an der HEM-Tankstelle beziehungsweise Gräffstraße. Dort mündet der Verkehr, zweispurig vom Hölkeskampring kommend, auf einer einspurigen Fahrbahn. Hier wäre eine Vorrangschaltung für Radfahrer eine Lösung, heißt es bei Rot-Schwarz.

Gestaltung Anfang des Jahres

Die endgültige Fahrbahngestaltung und Beschilderung, sagt Dudda, soll „ganz schnell“ in 2015 kommen. Seit dem Umbau der Straße mit dem Ausbau der Schienen und dem Auftragen der neuen Decke gibt es nur eine provisorische Linienführung mit gelber Markierung. Die Politik, so das Ziel der Ratskooperation, soll im Januar den Weg frei machen für die neue, dann dauerhafte Lösung. Anschließend, so heißt es weiter, soll die Stadt aktiv werden und die Entscheidung umsetzen.

 
 

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