Bochumer Autor Uli Auffermann schreibt Lexikon zum Rhein-Herne-Kanal

Das Steag-Kraftwerk in Herne am Rhein-Herne-Kanal.
Das Steag-Kraftwerk in Herne am Rhein-Herne-Kanal.
Foto: Uli Auffermann
Der Bochumer Autor Uli Auffermann widmete der 100 Jahre alten Wasserstraße ein Lexikon mit 450 Stichworten. „Rhein-Herne-Kanal - Ahoi!“ hat er sein exakt 200 Seiten starkes Werk genannt. Er nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise von Duisburg über Herne bis nach Henrichenburg.

Herne.. Vieles ist in diesem Jahr schon anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Rhein-Herne-Kanals geschrieben und publiziert worden. Der Bochumer Autor Uli Auffermann hat all den Reportagen, Bildbänden, historischen Betrachtungen und Anekdotensammlungen ein weiteres Genre hinzugefügt: ein Lexikon. „Rhein-Herne-Kanal - Ahoi!“ hat er sein exakt 200 Seiten starkes Werk genannt - und so munter wie der Titel daherkommt liest es sich auch.

Anekdoten und Staunenswertes

In acht Kapiteln und mit 450 Stichworten lädt der Autor den Leser ein, mit ihm über den Rhein-Herne-Kanal zu schippern, rudern, paddeln, an seinen Ufern entlang zu radeln, mal reinzuhüpfen oder einen Abstecher zu den vielen Sehenswürdigkeiten an der 45, 4 Kilometer langen Wasserstraße zu unternehmen. Bei seinen Stichworten von „Abstieg zum Rhein“ bis zu „Zweite Fahrt“ orientiert sich Uli Auffermann aber nicht nur an bedeutungsschweren Fixpunkten, wie man es von einem Lexikon erwarten würde, sondern mischt mit leichter Hand Anekdoten, Kurioses und Staunenswertes unter, wie „Leere Flaschen noch und noch . . .“ oder „Laserpistolen“, mit denen die Wasserschutzpolizei die auf dem Kanal zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 12 kmh misst.

Auch den Menschen am und auf dem Kanal sind Abschnitte gewidmet, so als „Kapitän ,zum Anfassen’“ dem Schiffsführer Roland Bleich und seiner „Friedrich der Große“, die in Herne ihren Heimathafen hat. Highlights („Day of Song“) finden sich ebenso wie Tragisches („Tödlicher Kanalsprung“), Sportliches („Ruderverein Emscher“) wie Historisches („Mammuts am Kanal“). Bei 50 der 450 Stichworte standen Herne oder Wanne-Eickel Pate.

"Ich kenne den Kanal von Kindheit an"

Die Liebe des Autors zum Rhein-Herne-Kanal, sie spricht aus fast jedem Absatz. Und so ist es auch: „Ich kenne den Kanal von Kindheit an“, sagt Auffermann im Gespräch mit der WAZ. Die Arbeit an dem Lexikon habe ihm Gelegenheit gegeben, die Heimat noch einmal neu zu entdecken. Vieles habe sich im Vergleich zu seiner Kindheit in den 60er Jahren verändert: „Das Wasser ist heute viel sauberer“, sagt er lachend.

Vieles sei aber auch unverändert: die Industriekulisse in manchen Bereichen, die Menschen, die sich auch heute noch mit Decken und Picknick-Korb am Kanalufer niederlassen, um an ihrer „Reviera“ einen schönen Tag zu verbringen - „das ist heute noch wie zu meiner Zeit, als ich als Elf-, Zwölfjähriger mit meinen Freunden von Bochum zum Rhein-Herne-Kanal geradelt bin“, erzählt Auffermann. Sein liebster Platz am Kanal? Er braucht nicht lange zu überlegen: „Das Herner Meer“, sagt Auffermann, „das hat was. Dort gibt es noch das pralle Revier - mit Klappstuhl und ‘ner Flasche Bier.“

 
 

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