Blumen im Haar und Whiskey im Glas

Christine Zart als Janis mit den Kozmic Flowers: Hippie-Revival in der Flottmann-Kneipe.
Christine Zart als Janis mit den Kozmic Flowers: Hippie-Revival in der Flottmann-Kneipe.
Foto: WAZ Fotopool
Die Band um Christine Zart und Guntram Feuerstein ließ bei Flottmann das Flower Power Feeling aufleben.

Herne..  Mit den Songs von Janis Joplin und anderen Ikonen der Flower-Power-Bewegung brachten am Donnerstag Janis & The Kozmic Flowers die Atmosphäre der 70er Jahre in die Flottmann-Hallen. Dabei überzeugte vor allem die kraftvolle Stimme von Sängerin Christine Zart.

Stirnband, Blumenweste, Sonnenbrille, Samt-Jackett, Batik-Shirt und zerrissene Jeans – das Outfit der Bandmitglieder macht schon deutlich, worum es geht. Janis & The Kozmic Flowers wollen die Atmosphäre von Festivals der 70er und Blumen im Haar wachrufen. Und das gelingt ihnen.

Dabei müssen sie noch nicht mal die Hits dieser Epoche spielen. Zu Beginn des Konzerts stimmen sie eher unbekanntes Songmaterial an. Es geht um Musik. Das verwundert erst einmal jeden Besucher der Konzerte, der Gitarrist Guntmar Feuerstein kennt. Denn wenn der Bochumer mit seinem Comedyprogramm allein auf der Bühne steht, redet er sehr viel. Und greift nur ab und zu zur Gitarre. Bei Janis & The Kozmic Flowers ist das genau umgekehrt. Auch Sängerin Christine Zart verliert außer „Das wollte ich schon immer mal sagen: Hallo Herne“ am Anfang nicht allzu viel Worte, sondern stimmt sofort Hits wie „Take another little piece of my heart“ oder „Me and Bobby McGee“ an.

Im weiteren Verlauf des Konzerts unterhält die Sängerin, die auch schon in einigen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte, mit Geschichten über Janis Joplin. So habe diese sich 1969 in Frankfurt geweigert, aufzutreten, wenn sie nicht zwei Flaschen Tequila bekommen habe. Es entsteht ein Zwiegespräch mit dem Publikum. „Sie trank am liebsten Four Roses Whiskey“, sagt ein Zuschauer.

Nach knapp zwei Stunden ist die Flower Power-Show beendet und die Älteren der 50 Konzertbesucher treten mit vielen Erinnerungen an früher den Heimweg an.

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