Bisky stieg in den kulturpolitischen Dialog ein

Lothar Bisky (3.vr.) im Kreis von Mitgliedern der  Linken. Von rechts: Landessprecher Rüdiger Sagel, Europaabgeordneter Jürgen Klute, Sprecherin Corinna Schönwetter, Stadtverordnete Veronika Buszewski und Sprecher Markus Dowe .
Lothar Bisky (3.vr.) im Kreis von Mitgliedern der Linken. Von rechts: Landessprecher Rüdiger Sagel, Europaabgeordneter Jürgen Klute, Sprecherin Corinna Schönwetter, Stadtverordnete Veronika Buszewski und Sprecher Markus Dowe .
Foto: WAZ FotoPool
Einen ganz besonderen Gast konnte die Herner Linkspartei begrüßen: Zur zweiten Veranstaltung der Reihe „Kulturpolitischer Dialog“ kam der frühere Linke-Chef Lothar Bisky nach Eickel.

Wanne-Eickel..  Im Januar 2012 hatte die Herner Linkspartei zum Jahresanfang erstmals zu einem „Kulturpolitischen Dialog“ eingeladen, nun stand die zweite Auflage auf dem Programm. Motto: „Film. Macht. Politik!“ Als Dialogpartner machte sich am Freitag ein besonderer Gast auf den Weg ins Eickeler Café Hülsmann: der Ex-Linke-Bundesvorsitzende und amtierende Europaabgeordnete Lothar Bisky.

Hochschulrektor in der DDR

Der 71-Jährige hat einen ganz besonderen Bezug zur Kulturpolitik. Bisky war nämlich einst in der Deutschen Demokratischen Republik nicht nur Professor für Film- und Fernsehwissenschaft, sondern leitete auch als Rektor von 1986 bis 1990 die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam.

Nach einem kurzen Ausflug in die aktuelle Europapolitik und einem Plädoyer gegen nationalstaatliches Denken berichtete der prominente Gast über seine Erfahrungen in der DDR. Er habe schon damals kein Verständnis dafür gehabt, dass Filme von der SED verboten worden seien und habe sich auch nicht daran gehalten. Als klassisches Beispiel nannte er „Spur der Steine“ mit Manfred Krug.

Weitere Themen waren vor rund 50 Besucherinnen und Besuchern (darunter zahlreiche Nicht-Mitglieder) im Café Hülsmann unter anderem das Phänomen „You Tube“ – bei dem es auch um die Frage des Verbots von rechtsextremistischen politischen Beiträgen ging – sowie der Komplex „Kampagnenfilme“.

Und natürlich wurde beim „Kulturpolitischen Dialog“ nicht nur über politische Filme geredet: Gezeigt wurden unter anderem ein Ausschnitt aus Ulrike Meinhofs Dokumentation „Bambule“, einige „You Tube“-Clips sowie ein aktueller Kampagnen-Film der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

2014 soll Reihe fortgesetzt werden

Fortsetzung folgt? Auf jeden Fall: „Wir wollen auch Anfang 2014 wieder in den ,Kulturpolitischen Dialog’ einsteigen“, sagt Linke-Mitarbeiter Daniel Kleibömer nach der erfolgreichen zweiten Auflage dieses Formats.

 
 

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