Bilder erzählen Geschichte von Wanne-Eickel

Die VHS zeigt in einer Ausstellung das Lebenswerk von Edmund Schuitz. Seine Tochter Ingeborg Müller-Schuitz erklärt die Motive.
Die VHS zeigt in einer Ausstellung das Lebenswerk von Edmund Schuitz. Seine Tochter Ingeborg Müller-Schuitz erklärt die Motive.
Foto: WAZ FotoPool
Die VHS-Galerie im Haus am Grünen Ring in Wanne-Eickel zeigt jetzt Werke vom Wanne-Eickeler Kunstmaler Edmund Schuitz. Um die Vermittlung seiner Kunst kümmert sich heute seine Tochter Ingeborg Müller-Schuitz

Wanne-Eickel..  In der Reihe mit Künstlern der Region stellt die VHS-Galerie ab Freitag den Wanne-Eickeler Kunstmaler Edmund Schuitz († 1992) vor. Die Ausstellung zeigt mit Malerei, Drucken, Zeichnungen und Kunst am Bau einen weiten Überblick über sein künstlerisches Schaffen von den frühen 1950er Jahren bis zu seinem Tode 1992.

Edmund Schuitz hat mit vielen seiner Werke im öffentlichen Raum maßgeblich das Bild von Wanne-Eickel gestaltet. Schon 1950 entwarf er das Altarbild der Lutherkirche in Wanne. Er gestaltete ebenso den Sitzungssaal des Eickeler Amtshaus wie zwei große Mosaike im Hallenbad. Mit seinen Werken wurde er in den 1950er und 1960er Jahren zu einem gefragten Künstler, dessen Anerkennung weit über die Region hinausreichte.

Auszeichnung für Glasfenster

Den zahlreichen öffentlichen Aufträgen folgten auch viele von Privatleuten. 1961 gewann er einen Wettbewerb in der USA für ein großes Glasfenster mit der Heiligen Katharina. Die Ausstellung dokumentiert einige von seinen mehr als 150 Projekten im öffentlichen Raum. Aber sie zeigt auch die andere Seite des Kunstmalers, der bei so vielen Projekten für eigene Ausstellungen immer wenig Zeit hatte. In flüchtigen Skizzen und Aquarellen hielt er mit sicherem Strich immer wieder seine unmittelbare Umgebung fest: den Hafen in Wanne, Kirmesszenen, den Auf- und Abbau der Cranger Kirmes.

Zahlreiche Porträts zeigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens von Wanne-Eickel wie Stadtdirektoren, Lehrer und Unternehmer. In der Reihe von Landschaften wird sein Gespür für Farbe, Form und Komposition deutlich. Hier mischen sich grafische und malerische Elemente. In seinen Radierungen übernimmt er Motive seiner Skizzen. Hier zeigt die Ausstellung nicht nur das fertige Blatt, sondern auch die Druckplatten, was einen guten Einblick in seine Arbeitsweise ermöglicht.

Die Ausstellung schafft es, sehr unterschiedliche Werk von Edmund Schuitz spannend zu präsentieren. Sie bildet thematische Blöcke, die sich geschickt verbinden. Der Betrachter wird Schritt für Schritt durch das Werk geführt. „Es ist einfach etwas besonderes, so ein Lebenswerk einmal ausstellen zu können“, schwärmt Angelika Mertmann, Leiterin der VHS-Galerie. Unterstützt wurde sie dabei durch Ingeborg Müller-Schuitz, der Tochter des Künstlers, die die Archive von Stadt und Zeitungen durchstöbert hat, um vieles über ihren Vater zu finden.

Die Ausstellung ist mehr als nur eine einfache Kunstausstellung. Sie dokumentiert ein Stück Zeitgeschichte der Stadt, ohne die Freude am Schauen zu vernachlässigen

 
 

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