Beuermann bleibt im Rat

Michael Muscheid

Herne. Das ist nun wirklich keine Überraschung: Bärbel Beuermann, seit kurzem Fraktionschefin der Linkspartei in Düsseldorf, bleibt Ratsfrau. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Mitgliederversammlung.

Nicht überraschend deshalb: Hätte sich die 54-jährige Beuermann (wie in ihrer Partei üblich) auf ein Mandat, nämlich das im Land, konzentriert, hätte Die Linke einen Ratssitz verloren - und Veronika Buszewski wäre fortan Einzelkämpferin. Hintergrund: Nachrückerin wäre Anne Kielholz, und die, so viel darf man getrost vermuten, wäre mit ihrem Mandat zur neuen Linksfraktion gewechselt. Letztere hatten ihr Mann Rainer Kielholz sowie Günter Nierstenhöfer und Gabriele Bitzer nach monatelangem Zoff in der Partei aus der Taufe gehoben.

Der mögliche Verlust eines Ratssitzes sei bei der Mitgliederversammlung aber kein Thema gewesen, betont Vorstandssprecher Siegfried Born gegenüber der WAZ. Es sei allein darum gegangen, ob Bärbel Beuermann die Doppelbelastung stemmen können. Sie kann, befand die Mehrheit: Mit 28 Ja- gegen sechs Nein-Stimmen gaben die Mitglieder grünes Licht für das Doppelmandat; zwei Teilnehmer enthielten sich. Beuermann hatte bereits im Vorfeld erklärt, dass sie ihren Verbleib im Rat vom Votum der Mitglieder abhängig mache.

Vorstandssprecher Born begrüßt das Ergebnis. Beuermann habe eine zehnjährige Ratserfahrung, und vor allem sei sie „ein wichtiges Bindeglied zwischen Kommunal- und Landespolitik“ – darauf wolle Die Linke vor Ort nicht verzichten. Die Doppelbelastung, glaubt er, werde sie stemmen, zumindest vorerst, dann müsse man weiter sehen. Beuermann, so Born, sei „vital, engagiert und eine absolute Powerfrau“.