Beim offenen Ganztag passt es noch nicht

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Kurz vor den Osterferien hat die Stadt der Politik die Anmeldezahlen der 23 Herner Grundschulen fürs Schuljahr 2015/16 vorgelegt. Während fast alle i-Dötzen einen Platz in der Schule ihrer Wahl erhalten, können im offenen Ganztagsbereich (OGS) der Grundschulen bisher längst nicht alle Wünsche erfüllt werden.

In Zahlen: Insgesamt 2075 Anmeldungen für den offenen Ganztag liegen vor, tatsächlich aufgenommen werden an der „Wunschschule“ können nach dem aktuellen Stand aber nur 1965. Heißt: 110 Kinder können nicht an der von ihr ausgewählten Schule am offenen Ganztag teilnehmen. Im Gegenzug gibt es insgesamt aber noch 168 offene OGS-Plätze in Herne.

Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff ist zuversichtlich, dass sich noch einiges bewegen wird: „Wir haben ja noch Zeit bis zu den Herbstferien.“ Bis dahin müsse die Stadt dem Land die Zahl der tatsächlich belegten OGS-Plätze melden. Auch im vergangenen Schuljahr habe es am Ende fast „gepasst“.

Claudiusschule ist beliebt

Besonders viele Ablehnungen für den Ganztagsbereich hat es an der Vellwigschule (28), der Josefschule (23) und der James-Krüss-Schule (17) gegeben. Freie OGS-Plätze gibt es noch an 13 Grundschulen. „Spitze“ sind hier die Schulen an der Forellstraße (24 Plätze), der Schulstraße (24) und der Max-Wiethoff-Straße (19).

Die meisten Anmeldungen von i-Dötzen verzeichneten – wie im Vorjahr – die Grundschulen an der Claudiusstraße in Wanne (84) sowie die Schillerschule in Herne-Mitte (80). Einzügig wird wie 2014 nur die Grundschule Pantrings Hof starten, der nach einem politischen Beschluss dieser Sonderstatus gewährt wird - vorausgesetzt, die Gesamtschülerzahl liegt weiterhin über 92. Das Spektrum bei den Klassengrößen reicht von 15,5 Schülern (Ohmstraße) bis hin 28 Schülern (Pantrings Hof).

Heinz Rogowsky von der Grundschule Claudiusstraße freut sich über die anhaltende Beliebtheit seiner Schule bei den Eltern, sieht aber auch Schattenseiten. Mit voraussichtlich 25 Schülern seien die Eingangsklassen eigentlich viel zu groß. „Ich würde mir finnische Verhältnisse wünschen“, sagt der Schulleiter. Heißt: deutlich kleinere Klassen.

Räumlich stoße die Schule mit zwölf Räumen für zwölf Klassen sowie einen Mehrzweckraum längst an Grenzen. Rogowsky setzt seine Hoffnungen auf die Schwimmhalle, die bekanntlich mit der Einweihung des Wananas aufgegen wird. „Wir hoffen, dass die Halle für uns umgebaut wird“, so Rogowsky.

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