Bärbel Höhn reist in Herne in ihre Vergangenheit

Wahlkampf unter Palmen: Bärbel Höhn, Vize der Grünen-Bundestagsfraktion und frühere NRW-Umweltministerin, besichtigte am Montag die Fortbildungsakademie in Sodingen und informierte sich dort über den Energiepark Mont-Cenis.
Wahlkampf unter Palmen: Bärbel Höhn, Vize der Grünen-Bundestagsfraktion und frühere NRW-Umweltministerin, besichtigte am Montag die Fortbildungsakademie in Sodingen und informierte sich dort über den Energiepark Mont-Cenis.
Foto: Michael Korte
Einen prominenten Gast konnten die Grünen am Montag in der Akademie Mont-Cenis begrüßen: Auf ihre Wahlkampftour machte die frühere NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn in Sodingen Station.

Polit-Promis sind im Wahlkampf gern gesehene Gäste – so auch Bärbel Höhn am Montag in Herne (und Bottrop und Mülheim und Haltern). Bei ihrer Stippvisite in Sodingen unternahm die Vize der Bundestagsfraktion auch eine Reise in ihre eigene Vergangenheit: Die 61-Jährige besuchte mit den Herner Grünen und deren Bundestagskandidatin Sabine von der Beck die Landesfortbildungsakademie Mont-Cenis, die in Höhns Amtszeit als NRW-Umweltministerin (1995 bis 2005) eröffnet worden ist.

Und so dürften dem Gast bei der Vorstellung des Energieparks Mont-Cenis mit der dachintegrierten Photovoltaik-Technik und dem grubengasbetriebenen Blockheizkraftwerk durch Stadtwerke-Abteilungsleiter Andreas Krause einiges bekannt vorgekommen sein. Das Fazit: „Mont-Cenis ist ein Vorbild für eine neue Energiepolitik. Wir müssen weg von den fossilen Energieträgern“, sagte Bärbel Höhn.

Zweiter Schwerpunkt des Wahlkampftermins war ein Gespräch mit Anwohnern der Akademie Mont-Cenis, die an der Seite der Herner Grünen und des BUND einen erfolgreichen Kampf gegen die Fällung von 50 Bäumen (Stichwort: Parkplatzerweiterung) geführt haben. Auch hier gab es Zuspruch von Höhn – für das Engagement der Bürger. Im Gegenzug erhielt die Politikerin eine selbst gemachte Bernsteinkette, die die Anwohner Helga und Dieter Sokolis dem Gast als Geschenk überreichten. „Das wird jetzt mein Glücksbringer für die Wahl“, versprach Höhn.

Und am Rande blieb auch noch Zeit für ein schnelles Plädoyer in Sachen Strompreise. Die Senkung der Kosten durch Energiesparen sei der richtige Weg, sagte sie. Auf Dauer werde der Staat die steigenden Preise nämlich nicht gegensubventioren können.

Nach 90 Minuten ging es im Hybrid-Auto („vier Liter auf 100 Kilometern“) weiter zur Veranstaltung „Keine Massentierhaltung im Mülheimer Ruhrtal“ – einer von 75 Wahlkampfterminen allein in NRW, wie Höhn betonte.

 

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