Badewannenrennen zum Ferienstart in Herne

Auffällig verkleidet und mit Spaß und Eifer dabei: die Teilnehmer des Badewannenrennens im Lago.
Auffällig verkleidet und mit Spaß und Eifer dabei: die Teilnehmer des Badewannenrennens im Lago.
Foto: FUNKE Foto Services
Im Lago-Freibad duellierten sich am Freitag Hobbypiraten und Nachwuchskapitäne. Der Stadtmeister darf im November bei der Weltmeisterschaft in Duisburg antreten.

Herne..  Badewannenkapitäne und Hobbypiraten ahoi! Üblicherweise tragen die Badegäste des Lago keine bunten Hüte, Perücken und Faschingskostüme. An einem normalen Tag im Freibad ertönt aber auch keine laute Musik aus Lautsprecherboxen und es stehen keine vier bunte Badewannen bereit, mit denen durch das Schwimmerbecken gepaddelt wird. Am Freitagnachmittag war also alles anders - denn die Weltmeisterschaftsqualifikation im Badewannenrennen gastierte in Herne.

Fast 60 Zweierteams traten in lustigen Outfits und Badesachen gegeneinander im Wettpaddeln an. Dass das gar nicht so einfach ist, stellten viele von ihnen schon auf den ersten Metern fest. So kenterte das pinke Badewanne mit dem Namen „Shopping Queen“, besetzt mit den „Lago Piraten“ Gabi und Marion, recht schnell. „Wir waren wohl etwas übermotiviert“, prusten die Frauen lachend, als sie aus dem Wasser steigen.

„Die Müllis“ schlagen sich in der blauen „Titanic“-Wanne besser: Benjamin Jäger und Frank von Entsorgung Herne beweisen, dass sie in ihren orange-leuchtenden Hosen und Plastikmülltonnen auf dem Kopf nicht nur ulkig aussehen, sondern auch an den Paddel was drauf haben. „Wir haben uns jetzt eingegroovt“, meinen sie nach der Vorrunde.

Hauptsache nicht kentern

Das Badewannenrennen, organisiert vom schwäbischen Eventmanager Rainer Braun, lockte kleine und große Wasserratten an. Viele Schulkinder nutzten die besondere Gelegenheit und das gute Wetter, um den Beginn der Sommerferien zu feiern. „Das macht echt Spaß - besser können die großen Ferien gar nicht anfangen“, meint Tyler (9). Er ist als Pirat verkleidet.Ebenso Christian Mescher und Sohn Andre. Auch die zwei tragen Kopftücher und Augenklappen, sind schon ganz gespannt auf das Rennen. „Hauptsache, wir kentern nicht“, lachen die beiden.

„Der Spaß steht immer im Vordergrund“, betont Rainer Braun. Deshalb laufe der Wettkampf um den Stadtmeistertitel auch ganz formlos im K.O.-System ab (siehe Infobox) und jeder bekomme einen kleinen Preis. Herner Stadtmeister sind nun Thomas Ögemann und Satavat Nuthong, beide 21, Team „Weiß Nicht“

Tore schießen auf dem Wasser

Für gute Stimmung sorgten neben den lustigen und tollpatschigen Badewannenkapitänen sowie Braun als Moderator zwei Animateure. In den Pausen zwischen den Probe- und Wettkampfläufen luden sie unter anderem ein zum Elfmeterschießen – ausgetragen auf einem langen Wackelsteg mitten im Becken.

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