Autoren kritisieren Bibliotheken-Aus

DieHerner Stadtbücherei in den 60er Jahren. Auch heute trügen die Stadtbibliotheken zur persönlichen und kulturellen Bildung bei, erklären acht Autoren und fordern den Erhalt der Bibliotheken in Eickel und Sodingen.   Foto: Stadtarchiv
DieHerner Stadtbücherei in den 60er Jahren. Auch heute trügen die Stadtbibliotheken zur persönlichen und kulturellen Bildung bei, erklären acht Autoren und fordern den Erhalt der Bibliotheken in Eickel und Sodingen. Foto: Stadtarchiv
Foto: WAZ
Acht Herner Autoren haben in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Schließung der Stadtteilbibliotheken Eickel und Sodingen protestiert.

Herne. Acht Herner Autoren ergreifen die Initiative: In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Schriftsteller Volker W. Degener, Brigitte Werner, Jan Zweyer, Wolfgang Viehweger, Stefan Albus, Friedrich Gerhard Klimmek, Willi Thomczyk und Mario Jewanski den Erhalt der Stadtteilbibliotheken in Eickel und Sodingen. Diese sollen bekanntlich bis Juli 2012 geschlossen werden.

„Öffentliche Bibliotheken sind Teil der kulturellen Grundversorgung“, heißt es in dem öffentlichen Aufruf. Die Einrichtungen trügen zur sinnvollen Freizeitgestaltung bei, förderten die Lesefertigkeit, vermittelten im Mediendschungel Orientierung und unterstützten die persönliche und kulturelle Bildung.

„In Zeiten, in denen bundesweit über das niedrige Bildungsniveau und die geringe Lesekompetenz weiter Schülerkreise beklagt wird, ist die Schließung von Bibliotheken das falsche Signal“, so die Autoren. Stadtteilbibliotheken wie die in Eickel und Sodingen müssten stärker gefördert und nicht geschlossen werden.

„Bibliotheken müssen auf kurzem Weg erreichbar sein“, heißt es weiter. Wer diese Einrichtungen schließe, verringere die Attraktivität und Lebensqualität in den Stadtteilen. Die Autoren fordern die Politik deshalb auf, „bei der Haushaltssicherung fantasievollere Lösungen zu finden“.

Angestoßen worden ist diese Initiative von Volker W. Degener. Er habe schon als Jugendlicher regelmäßig das Angebot von Stadtbüchereien genutzt, so das PEN-Mitglied zur WAZ. Zu Recherchezwecken besuche er heute noch Bibliotheken. Und: Eine Schließung treffe die Autoren auch deshalb, weil ihre Werke dann nicht mehr so häufig gelesen würden.

 
 

EURE FAVORITEN