Ausstellung in Wanne-Eickel zeigt Berliner Kunst

Werke von Paula Schmidt und Javis Lauva sind ab Samstag in der Künstlerzeche zu sehen. l
Werke von Paula Schmidt und Javis Lauva sind ab Samstag in der Künstlerzeche zu sehen. l
Foto: WAZ FotoPool
Die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 zeigt nun Werke von Paula Schmidt undJavis Lauva. Die umfangreiche Ausstellung wird am Samstag eröffnet

Wanne-Eickel.  „Neues aus Berlin“ zeigt die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ab Samstag, 7. September. Unter dem Titel „Punkt und Linie“ stellen Paula Schmidt und Javis Lauva ihre „elementare Malerei“ vor. Es sind die grundlegenden Elemente der künstlerischen Gestaltung Linien und Punkt, die hier Ausgangspunkt für Malerei werden.

In den Bildern von Paula Schmidt finden sich Liniengebilde, die sie zu Kreis-, Spiral- oder Ovalformen anordnet. Die immer streng parallel verlaufenden Linien überlagern sich, kreuzen sich oder stoßen abrupt gegeneinander. Linienfelder überdecken einzelne Liniengebilde. Ihre grafischen Struktur hebt sich aus einer sehr reduzierten flächigen Farbigkeit an. In einigen Bildern schaffen diese Linienstrukturen räumliche Gebilde, die den Blick in den Bildraum ziehen. Es sind Linien, die oft keinen Anfang und klein Ende haben, und scheinbar über die Bildränder hinausgreifen wollen.

Bildformen in Bewegung

„Es ist in meinen Bildern alles miteinander verwoben“, sagt Paula Schmdt. Alle Bildformen scheinen in einer ständigen Bewegung zu sein.

Javis Lauva setzt kleine punktartige Flächen auf seine Leinwände. Mal sind diese Gebilde klar abgegrenzt, mal laufen sie in die umgebende Farbigkeit aus. Mal wird der Auftrag der Farbe und die Spuren des Pinsels ganz bewusst stehen gelassen, mal scheinen diese Punkte vor der Bildfläche zu schweben oder ganz in sie einzutauchen. Schaut man sich diese Bilder von Nahen an, wird die Andersartigkeit der jeweils einzelnen Punkte deutlich.

Dann erschließt sich auch eine ganz eigene räumlich Tiefenstaffelung der Formen. In der Fernsicht hingegen schaffen diese Punkte ein rhythmisches Mit- und Gegeneinander von einzelnen Elementen. „Mein Thema sind die kleinen Teile, die sich zu großen Teilen verbinden“, sagt er selbst.

Gut gestaltete Schau

Die Ausstellung scheint auf den ersten Blick recht voll, aber das täuscht. Die Bilder von Paula Schmidt und Javis Lauva entwickeln reichlich Kraft um mit- und gegeneinander bestehen zu können.

Sie haben gut daran getan, ihre Bilder abwechselnd zu hängen. Dieser Rhythmus im Ausstellungsraum schafft eine ganz eigne Atmosphäre. Der Betrachter wird ganz unmittelbar dazu aufgefordert, sich die einzelnen Werke immer auch der Fern- und Nahsicht anzuschauen. Erst durch diesen Wechsel der Blickperspektive ergibt sich das Formenspiel dieser „elementaren Malerei.“

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